Trauergottesdienste für Harald V. in Norwegen mit neuem König Haakon VIII. und Regierung
In landesweiten Trauergottesdiensten haben die Norweger am Sonntag des verstorbenen Königs Harald V. gedacht.
Der neue König Haakon VIII. und andere Mitglieder der Königsfamilie nahmen an einem Gottesdienst in Asker südlich der Hauptstadt Oslo teil.
Regierungsmitglieder versammelten sich bei einem Gottesdienst in der Kathedrale von Oslo.
Am Samstag hatte Haakon bereits in einer Rede an die Nation seinen Vater gewürdigt, der am Freitag im Alter von 89 Jahren gestorben war.
Viele Menschen reihten sich am Sonntag an der Kirche von Asker bei Oslo auf, um einen Blick auf den 53-Jährigen Haakon VIII. und die königliche Familie werfen zu können.
Haakon traf zusammen mit seiner Tochter, Kronprinzessin Ingrid Alexandra, und seinem Sohn, Prinz Sverre Magnus, sowie der Ehefrau des verstorbenen Königs, Sonja, an der Kirche ein.
Haakons Ehefrau Mette-Marit, nahm nicht an dem Gottesdienst teil, da sie sich noch von einer Lungentransplantation erholt.
In Oslo hatten schon am Morgen hunderte Menschen vor der Kathedrale der Stadt angestanden, um einen Platz bei einem Gedenkgottesdienst zu ergattern, an dem auch die Regierungsmitglieder teilnahmen.
Bischöfin Sunniva Gylver hob in ihrer Predigt die Fähigkeit des verstorbenen Königs hervor, in Zeiten von Kriegen, Klimawandel und zunehmender Polarisierung Trost zu spenden. „König Harald schilderte uns einige dieser Herausforderungen in seinen Reden und gab uns dadurch die Gelegenheit, gemeinsam über große und wichtige Dinge zu sprechen“, sagte die Bischöfin.
Es sei ihr sehr nahe gegangen, „dass König Harald gestorben ist“, sagte Aud Ragnhild Skar, Dozentin an der Universität Oslo, der Nachrichtenagentur AFP vor der Kathedrale. „Ich habe den Wunsch verspürt, Teil der Gemeinschaft zu sein und die Trauer über seinen Tod zu teilen“, betonte sie.
Die Krankenschwester Sissel Engedal sagte AFP, Harald V. sei „ein sehr bedeutender, wichtiger und beliebter König“ gewesen.
Harald V. hatte seit 1991 auf dem Thron gesessen und galt weithin als Verkörperung eines offenen und toleranten Norwegens .
Er stand für eine moderne und bescheidene Monarchie.
Auch mehrere Skandale - etwa wegen der Verbindung Mette-Marits zum verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein - konnten seiner Beliebtheit wenig anhaben.
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