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Kultur

Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD-Sieg als Weckruf – Parteien verlangen Kurskorrektur

Stern ·
Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD-Sieg als Weckruf – Parteien verlangen Kurskorrektur

Nach dem AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt fordern Politiker auch aus Sachsen eine Kurskorrektur.

Nach Ansicht von CDU-Partei- und Regierungschef Kretschmer kann man jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen.

Nach dem klaren AfD -Sieg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt werden auch im Nachbarland Sachsen immer mehr Stimmen nach einer Kurskorrektur im Bund laut.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) äußerte bereits am Wahlabend bei einer Veranstaltung in der Dresdner Comödie die Hoffnung, „dass wir nicht in einer oder zwei Wochen wieder zur Tagesordnung übergehen, sondern dass wir jetzt wirklich endlich anfangen zu schauen, was bewegt die Menschen, warum wählen sie so“.

Im Gespräch mit der „Leipziger Volkszeitung“ und der „Sächsischen Zeitung“ nannte Kretschmer das Abschneiden seiner Partei „desaströs“: „Die Menschen erwarten Lösungen bei Migration und Sicherheit, bei Energiepreisen, Wirtschaft und Arbeitsplätzen - und einen Staat, der funktioniert.“ Die Union werde diesen notwendigen Ruck in Deutschland nicht allein erreichen.

Man brauche einen breiten gesellschaftlichen Konsens über Parteigrenzen hinweg: „Haltung ersetzt das Handeln nicht.“ Heimatunion fordert Ende der Koalition mit der SPD in Sachsen Die konservative Heimatunion innerhalb der sächsischen CDU verlangte auch Konsequenzen für den Freistaat und forderte Kretschmer auf, die Koalition mit der SPD und den Konsultationsmechanismus im Landtag zu beenden und eine „ehrliche Minderheitsregierung“ zu bilden.

Man brauche ein Maximum an „CDU pur“ ohne laufende Kompromisse mit linken Parteien, erklärte die Gruppierung.

Die Wähler seien mit der Politik der CDU höchst unzufrieden.

Die Heimatunion hatte schon zuvor wiederholt die Brandmauer zur AfD infrage gestellt.

AfD will zeigen, ob sie es kann oder nicht Der sächsische AfD-Partei- und Fraktionschef Jörg Urban sagte am Wahlabend im MDR-Fernsehen: „Mit einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt besteht jetzt die Möglichkeit für eine echte Reformpolitik, für eine bürgernahe Politik.

Und ich glaube, die Menschen wollen das auch.“ Die Zeit der Brandmauer sollte jetzt vorbei sein. „Es sollte allen klar sein: Wenn ich wirklich Demokrat bin, akzeptiere ich diesen Wählerwillen und lasse die AfD endlich zeigen, ob sie es kann oder nicht.“ SPD-Politikerin Köpping empfindet AfD-Wahlsieg als Weckruf Die sächsische Sozialministerin Petra Köpping (SPD) empfindet den Wahlsieg der AfD als Weckruf für die Bundespolitik. „Der Blick geht nun nach Berlin: Die Bundesregierung muss deutlich machen, dass sie die richtigen Lehren aus diesem Ergebnis zieht“, sagte die 68-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.

Sie habe es nicht für möglich gehalten, dass eine in Teilen rechtsextreme Partei in einem Bundesland die mit Abstand stärkste Kraft werde.

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