Gebrauchter Hyndai i30 - Golf-Gegner mit Schwächen im Alter
Der kompakte Hyundai i30 wildert im Revier von VW Golf und Co. und gilt als perfektes Beispiel für Vernunftmobilität. Doch mit den Jahren entwickelt sich der Koreaner zum Problemfall. Hier der Mängel-Überblick aus dem aktuellen TÜV-Report.
Das ist er: Entwickelt in Rüsselsheim, gebaut in Tschechien. Nun vier Zentimeter länger, dafür flacher. Viele Assistenzsysteme in Serie. Nur mit fünf Türen erhältlich, als Kompaktwagen, Kombi sowie Fließhecklimousine „Fastback“ mit großer Heckklappe. Facelift 2020.
Das kann er: Mit verbesserter Lenkung aufwarten. Große Motorenpalette: vom Einliter bis zum 2.0 Turbo mit 280 PS im N Performance. Doppelkupplungsgetriebe auf Wunsch, straffes Fahrwerk.
Das macht Ärger: Rückrufe unter anderem wegen drohender Ausfälle von Bremskraftverstärker und Gurtstraffer sowie Druckabfall im Doppelkupplungsgetriebe.
Das ist er: Frisch designt mit viel Platz im Innenraum und weiterhin reichhaltiger Serienausstattung. Zuerst als Fünftürer, ab 2012 auch als Kombi und später als Dreitürer. Die Verarbeitung überzeugt.
Das kann er: Er ist ein leicht bedienbarer, geräumiger Lastesel. Die Benziner sind koreanische Standardaggregate; mit dem Facelift 2015 kamen Doppelkupplungsgetriebe. Recht hartes Fahrwerk, gefühlsechte Lenkung. Notbremsassistent serienmäßig.
Das macht Ärger: unmodernes Infotainment, Geräuschdämmung; sonst kaum Kritik im Dauertest : Note 1. Batterie-/Zündkerzenprobleme in ADAC-Pannenstatistik.
Das ist er: Eine denkbare Alternative zum Golf, Schwestermodell des Kia Ceed. Schrägheck-Fünftürer oder Kombi. Sechs Airbags, ABS, ESP serienmäßig. Facelift 2009.
Das kann er: Dank guter Sitze und Sicherheitsausstattung auch Langstrecke bewältigen. Die Lenkung arbeitet exakt, dafür ist das Fahrwerk etwas störrisch. Eher spaßbefreite Antriebe, teils mit altertümlicher Vierstufenautomatik.
Das macht Ärger: gerissene Zylinderköpfe bei den Dieseln. Laut ADAC liegt die Zuverlässigkeit auf „unterdurchschnittlichem Niveau“. Rückrufe wegen fester Handbremsen, Wasser im ABS und falscher Lenksäulenverschraubung.
Mängelfreie i30-Exemplare liegen in allen Baureihen unter dem Durchschnitt. Die Schwachstellen schmälern die Freude am unaufgeregten Alltagspartner kaum, der zudem mit vielen Karosserieformen punktet. Auch wenn der aktuelle Typ PD vergleichsweise haltbarer ist – in die roten Zahlen gerät er hinsichtlich maroder Bremsscheiben und Auspuffanlagen. Lenkung, Bremsen und Licht sind Problemzonen der Vorgänger.
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