Donnerstag, 20. August 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Deutschland

Am Set mit Sean Penn - Nord-Stream‑Verdächtiger bei Hollywood-Dreh geschnappt

Bild ·
Am Set mit Sean Penn - Nord-Stream‑Verdächtiger bei Hollywood-Dreh geschnappt

Pula (Kroatien) – Die Jagd auf einen mutmaßlichen Saboteur der Nord-Stream-Pipelines endete am Filmset! Ausgerechnet dort, wo derzeit ein Hollywood-Thriller über die spektakuläre Sprengung der Ostsee-Pipelines gedreht wird, ging einer der echten Verdächtigen den Ermittlern ins Netz. Der ukrainische Staatsangehörige Vladimir Z., dem die Bundesanwaltschaft eine Beteiligung an dem Anschlag vorwirft, wurde am Mittwoch in der kroatischen Küstenstadt Pula festgenommen.

Laut dem Online-Magazin für Recht und Justiz LTO erfolgte der Zugriff bei den Dreharbeiten zum Polit-Thriller „Snake Island “. Der Film mit den Hollywood-Stars Sean Penn (66) und Adrien Brody (53) soll von den Ereignissen rund um die Nord-Stream-Sprengungen inspiriert sein. Medienberichten zufolge geht es darin um die Geschichte eines verdeckt operierenden Teams ukrainischer Taucher auf einer gefährlichen Mission. Erst wurde in Zagreb gedreht, später in Pula.

Eine Rolle, die den Vorwürfen der Ermittler zufolge auch Vladimir Z. im echten Leben gespielt haben soll. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft soll Z. zu einer Gruppe um den ebenfalls verfolgten Serhii K. gehört haben. Gemeinsam sollen die Männer als Taucher im September 2022 Sprengsätze an den Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 angebracht haben.

Für die deutschen Ermittler ist die Festnahme ein Durchbruch nach jahrelanger Fahndung. Schon im Sommer 2024 wollten deutsche Behörden Vladimir Z. mithilfe eines Europäischen Haftbefehls in Polen festnehmen lassen. Doch der mutmaßliche Taucher entkam damals kurz vor dem Zugriff und setzte sich in die Ukraine ab.

Berichten zufolge soll er die Grenze sogar im Wagen des ukrainischen Militärattachés in Warschau passiert haben. Ein zweiter Versuch folgte im Herbst 2025. Dieses Mal wurde Z. in Polen tatsächlich festgenommen. Erneut gelang es den deutschen Behörden nicht, ihn vor Gericht zu bringen. Ein polnisches Gericht lehnte die Auslieferung nach Deutschland ab. Am Mittwoch gelang den Ermittlern nun der Zugriff im dritten Anlauf! Grundlage war der bereits 2024 ausgestellte Europäische Haftbefehl. Nun soll er nach Deutschland überstellt und dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.

Vollständigen Artikel bei Bild lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

Mehr von Bild

Alle ansehen ›

Mehr in Deutschland

Alle ansehen ›