Nostalgie-Urlaub: Ostsee-Urlaub wie zu DDR-Zeiten im Denkmal-Bungalow
Urlaub wie im DDR-Betriebsferienlager - das ist auf Rügen möglich.
Dort stehen DDR-Bungalows inzwischen sogar unter Denkmalschutz.
Aber es gibt auch Probleme.
34 Quadratmeter, zwei Schlafzimmer, kein fließendes Wasser, dafür viele Kindheitserinnerungen - Urlaub im aus DDR -Zeiten stammenden Bungalow Typ B 34 ist für Candy Dassler etwas ganz Besonderes. „Das Konzept ist ja eigentlich ein ganz einfaches: Weniger ist mehr“, sagt der Betreiber des „Betriebsferienlagers Gera“ in Nonnevitz im Norden der Ostsee-Insel Rügen. „Besinne Dich auf das Wesentliche und konzentriere Dich auf die Dinge, die wichtig sind.“ Das will Dassler im authentischen DDR-Ambiente ermöglichen, etwa in einem der 13 weitgehend originalgetreuen Bungalows seines Ferienlagers.
Als er sie vor fast 10 Jahren übernommen habe, seien sie fast „100 Prozent DDR“ gewesen, wie er sagt. „Von der Kaffeetasse bis zur Tapete bis zur Lampe.“ Mit den Bauten verbinde er die schönste Zeit seiner Kindheit. „Die es noch kennen, die werden sich auf jeden Fall erinnern“, verspricht Dassler.
Aber auch der Nachwuchs komme „aus dem Staunen nicht heraus“.
Auch Denkmalschützer sind von der Besonderheit der Bauten überzeugt.
Inzwischen stehen die 13 Bungalows , vier Laternen und ein Spielplatz unter Denkmalschutz.
Bungalows unter Denkmalschutz „Da der größte Teil der in DDR-Zeit entstandenen Bungalows in den letzten 35 Jahren abgebrochen oder stark verändert wurden und keine in hohem Umfang erhaltene Ferienanlage wie diejenige in Bakenberg in Mecklenburg-Vorpommern erhalten ist, besitzt das Ensemble hohen Seltenheits- und Zeugniswert“, schreibt das zuständige Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern (LAKD).
Die Bungalows seien „anschauliche Zeugnisse für den Tourismus in der DDR seit Mitte der 1970er Jahre“, so das LAKD. „Sie zeigen insbesondere, wie ein staatlicher Arbeitgeber mit Unterkünften an der Ostsee für die Erholung seiner Beschäftigten im Sommer sorgte.“ Der ehemalige Kreis Löbau richtete seit Ende der 1950er Jahre auf dem Areal Unterkünfte zu Urlaubszwecken ein - zunächst Zelte.
In den 1970er wurde dann der Austausch durch Bungalows in Angriff genommen.
Zum Einsatz kam der Typ 34 des Herstellers VEB Vereinigte Bauelementewerke Henningsdorf.
Diese wurden als Bausatz geliefert und dann vor Ort in Eigenleistung aufgebaut.
Schon zu DDR-Zeiten hohe Anforderungen Auch damals habe es schon hohe Anforderungen gegeben, sagt Dassler. „Der Waldboden durfte nicht versiegelt werden, die mussten auf Stelzen stehen“, nennt er ein Beispiel.
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