Fiedler geigt die Löwen zum Sieg - Erster Heimsieg für 1860 nach Absturz
Erster Heimsieg für die Absturz-Löwen! Der 3:0 (2:0)-Sieg des TSV 1860 München gegen TSV Schwaben Augsburg in der Regionalliga ist nach vier Unentschieden in Folge der erste Sieg und der erste Heimdreier in dieser Saison.
Nach dem Zwangsabstieg aus der dritten Liga, der Trennung von Investor Hasan Ismaik (49), der Insolvenz und dem Neuanfang mit einer eigenen Fußballbetriebsgesellschaft ist noch lange nicht Alltag eingekehrt: Ismaik, der seit 2011 rund 80 Millionen Euro investiert hatte, droht mit einer Mega-Klage (BILD berichtete), das junge, neue Team ist weit entfernt davon, eingespielt zu sein. Viermal haben die noch ungeschlagenen Löwen schon diese Saison eine Führung verspielt.
Und es geht furios los: Außenseiter Schwaben hellwach, in höchster Not kann 1860-Verteidiger Mark Gevorgyan (21) klären (3.). Aus dem Nichts dann die Führung: Youngster Lance Fiedler (19) nutzt den Platz, zieht ab - 1:0 (11.). Eigentlich ist Fiedler Linksverteidiger, stürmt aber schon zum zweiten Saisontor.
Doch der TSV Schwaben Augsburg hält dagegen. Das Team von Marco Zupur, mit 29 einer der jüngsten Trainer in der Liga, hat noch nie vor solch einer Kulisse gespielt: 15000 Zuschauer im Grünwalder Stadion. Und die haben einen neuen Liebling gefunden: Fiedler erhöht - diesmal mit rechts (35.). Doppelpack zwei Tage nachdem er seinen Vertrag bis 2028 verlängert hat.
Dann der Schock vor der Pause: Schwabens Keeper Maximilian Reil geht nach einem Gerangel im Strafraum zu Boden, muss fast fünf Minuten lang auf dem Platz behandelt werden. Letztlich spielt er mit einem Mega-Turban die letzten Minuten bis zur Pause weiter. Währenddessen ist es auch bei den 1860-Fans extrem still. Grund: Ein Notarzt-Einsatz in der Westkurve.
Direkt nach der Pause ist es mal wieder Tunay Deniz (32). Diesmal ist es kein Mega-60-Meter-Knaller wie zuletzt beim 2:2 gegen Vilzing, sondern eine angetäuschte Flanke: 3:0 (47.).
Erster Heimsieg, zum ersten Mal kein Gegentreffer kassiert. 1860-Legende Thomas Miller (63) sagt im BR:„Vor vier Wochen hatten wir keine Mannschaft. Die müssen sich jetzt finden, dann braucht es eine gute Wintervorbereitung und dann greifen wir in der Rückrunde an.“ Den Fans jedenfalls schulden sie es: Die haben diese Woche einen neuen Vereinsrekord aufgestellt: 8000 Trikots wurden in einer Stunde gekauft - mehr waren im neuen Onlineshop auch nicht verfügbar.
Weiter geht's bereits am Dienstag bei Fürth II (19 Uhr, live im Stream vom BR-Fernsehen).
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