Nach Energies Pokal-Aus - Diese Szene macht Wollitz sauer
Energie verkauft sich im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten FC Augsburg teuer, steht am Ende aber mit leeren Händen da! Die Lausitzer verlieren 0:2, sind über weite Strecken die bessere Mannschaft und drängen auf den Ausgleich, am Ende jedoch vergebens. Chancen gab es dafür genug.
Eine Szene kurz vor Schluss bringt Trainer Claus-Dieter Wollitz (61) besonders auf die Palme. Wollitz: „Die Tatsache, dass es neun zu sechs Ecken gab, zeigt, dass wir Möglichkeiten haben, nach vorn zu spielen, Standards rauszuholen – die man besser ausspielen kann. Heute speziell den letzten. Ich weiß nicht, wie man in 95 Minuten bei vier Minuten Nachspielzeit eine Ecke kurz ausspielt. Das finde ich selbst etwas dämlich.“
Die Szene: Letzter Eckstoß für Cottbus, noch steht es 0:1. Auch Torwart Marcel Lotka (25) ist mit vorn. Tolga Ciğerci (34) spielt die Ecke kurz auf Lucas Copado (22). Der kurz ausgeführte Standard geht schief. Augsburg erobert den Ball und kontert, steht dabei allerdings im Abseits.
Die Zahlen sprechen für die Lausitzer : 60 Prozent Ballbesitz, 21 Torschüsse. Dass es nicht für die Sensation reichte, lag an der Chancenverwertung der Cottbuser und der gnadenlosen Effizienz der Augsburger . Selbst FCA-Coach Manuel Baum (47) war beeindruckt: „Die hohe spielerische Qualität und den Mut, mit dem sie Fußball gespielt haben, hat man gesehen. Da haben wir uns oft schwergetan, sie zu verteidigen. Ich habe mich richtig auf das Spiel gefreut. Nicht nur wegen dem Gegner, sondern weil das einfach für mich Bundesliga-Niveau war.“
Ein großes Lob, das Energie gerne mitnimmt. Ob die Lausitzer dieses Niveau auch in der 2. Liga bestätigen können, wird sich schnell zeigen. Schon am kommenden Samstag (13 Uhr) wartet mit Greuther Fürth die nächste Aufgabe. Julian Guttau (26) machte nach Abpfiff Mut: „Ich glaube, wir haben das auf den Platz gebracht, was wir uns die letzten Spiele haben vorwerfen lassen: die Intensität. Man hat gesehen: Wenn wir als Mannschaft geschlossen vorn draufgehen, dann können wir auch einen Bundesligisten stressen.“
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