Reaktor war 1986 explodiert: Hilfe aus Rheinland-Pfalz für die Schutzhülle in Tschernobyl
2016 wurde ein gewaltiger Schutz über den Reaktor geschoben – auch mit Technik aus Koblenz.
Nun ist der Sarkophag beschädigt.
Wie geht es weiter? Für die geplante Reparatur der beschädigten Schutzhülle über dem zerstörten Atomreaktor von Tschernobyl in der Ukraine gibt es auch Beteiligung aus Rheinland-Pfalz.
Das Koblenzer Unternehmen Kalzip ist in die Vorbereitungen für die Sanierung des sogenannten Sarkophags eingebunden, wie Vertriebsleiter Christoph Schmidt der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Man habe der zuständigen Firma Lösungen vorgestellt und ein Angebot abgegeben.
Das Unternehmen rechne damit, in den kommenden Monaten einen Auftrag zu erhalten.
Der Sarkophag aus Edelstahl schützt seit 2016 vor dem Austreten kontaminierter Partikel.
Kalzip, das damals zur indischen Tata-Gruppe gehörte, hatte die riesige Hülle geliefert.
Schmidt war in das Projekt eingebunden.
Zunächst soll das Wasser draußen bleiben Die Reparatur soll dem Vertriebsleiter zufolge in zwei Stufen erfolgen.
Zunächst ist eine Übergangslösung vorgesehen, damit durch die große Beschädigung kein Wasser mehr in die Schutzhülle eindringen kann.
Auch zahlreiche kleinere Löcher, die beim Feuerwehreinsatz entstanden sind, sollen abgedichtet werden.
In einer zweiten, umfangreicheren Phase soll die radioaktiv beständige Membran ersetzt werden.
Zudem ist eine Erneuerung der Konstruktion vorgesehen, um die notwendige Luftdichtigkeit wiederherzustellen. „Die Lösung wird in den nächsten Jahren erarbeitet“, sagte Schmidt.
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