Klima: Deutschlands letzte Gletscher: Abschied vom ewigen Eis
Deutschlands letzte Gletscher verlieren rasant an Fläche - bald werden sie verschwunden sein.
Warum sich Menschen bereits von den Gletschern verabschieden und was Wissenschaftler fordern.
Heiß, heiß und nochmal heiß: Das hat diesen Sommer Menschen und Tieren zu schaffen gemacht - und im Hochgebirge das vermeintlich „ewige Eis “ zum Schmelzen gebracht.
Der schneearme Winter und der heiße Sommer setzten den vier letzten deutschen Gletschern erneut zu.
In zwei Jahren mehr als ein Viertel der Fläche verloren Sie büßten schon von 2023 bis 2025 innerhalb von nur zwei Jahren mehr als ein Viertel ihrer Fläche ein.
Rund eine Million Kubikmeter Eis gingen insgesamt verloren, wie eine Vermessung durch den Geografen Wilfried Hagg von der Hochschule München und den Glaziologen Christoph Mayer von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) im vergangenen Jahr ergab.
Vom Blaueisgletscher und Watzmanngletscher in den Berchtesgadener Bergen gibt es nur noch klägliche Reste, sie könnten schon bald ihren Status als Gletscher verlieren.
Bis Ende des Jahrzehnts könnte der Nördliche Schneeferner betroffen sein.
Am längsten wird sich absehbar der Höllentalferner im Zugspitzgebiet halten.
Er liegt eher schattig und wird im Winter noch von Lawinen gespeist.
Doch auch ihm gaben die Wissenschaftler zuletzt nur noch maximal zehn Jahre.
Voraussichtlich in den 2030er Jahren wird Deutschland somit keinen einzigen Gletscher mehr haben.
Schutt auf dem Eis Auch dieses Jahr sei ein erheblicher Verlust zu erwarten, heißt es unter anderem bei der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus an der Zugspitze.
Das sei nicht zuletzt am Nördlichen Schneeferner deutlich sichtbar, sagt Sprecherin Laura Schmidt , die vom Schneefernhaus direkt auf diesen Gletscher blickt.
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