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Kultur

Filmfestspiele: Goldener Löwe für eine unbequeme Frauenrolle

Stern ·
Filmfestspiele: Goldener Löwe für eine unbequeme Frauenrolle

May el-Toukhy gewinnt den Goldenen Löwen, Lee Chang-dong den Großen Preis der Jury.

Das Filmfest Venedig setzt bei der Preisverleihung politische Zeichen – nicht immer mit einfachen Botschaften.

Sie war die einzige Solo-Regisseurin im diesjährigen Wettbewerb - und nimmt nun den Goldenen Löwen der Filmfestspiele mit nach Hause.

Die dänische Regisseurin May el-Toukhy hat für „Woman Unknown“ den Hauptpreis in Venedig gewonnen.

Nicht nur sie, auch die Jury-Präsidentin Maggie Gyllenhaal kritisierte die strukturelle Ungleichheit in der Filmbranche, in der noch immer viel mehr Filme von Männern zu sehen sind.

Sie sei es leid, immer wieder über dieses Ungleichgewicht zu sprechen, werde es aber weiterhin tun, sagte Gyllenhaal nach der Preisverleihung.

Nun wolle sie aber „einfach nur einen brillant inszenierten Film würdigen, der auf mich wie ein Laserstrahl gewirkt hat“.

Davon handelt der Gewinnerfilm May el-Toukhys Sieg ist ein Plädoyer für ein Kino, das sich einfachen politischen Botschaften verweigert.

Denn „Woman Unknown“ erzählt zwar von der Unterdrückung und Unsichtbarkeit von Frauen , sucht aber nicht nach einer eindeutigen Opfer-Täter-Erzählung.

Im Zentrum steht eine junge Dänin, die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg vor der Hochzeit mit ihrem wohlhabenden Arbeitgeber steht.

Ihr greifbar naher gesellschaftlicher Aufstieg wird jedoch durch ein Geheimnis bedroht: Während der Besatzungszeit hatte sie eine Affäre mit einem deutschen Soldaten.

In der Hauptrolle ist Mathilde Arcel zu sehen, die auch den Preis für die beste Schauspielerin erhielt.

Nach dem Ende der deutschen Besatzung kam es in Dänemark zu gewaltsamen Racheaktionen der Bevölkerung gegen Frauen, die Beziehungen zu deutschen Soldaten unterhalten hatten.

Die junge Frau im Film setzt alles aufs Spiel, um ihre mühsam aufgebaute Existenz vor der Entlarvung zu schützen.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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