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Agrarministerkonferenz: Agrarminister suchen Lösungen - Bauern protestieren

Stern ·
Agrarministerkonferenz: Agrarminister suchen Lösungen - Bauern protestieren

Die Agrarminister von Bund und Ländern sind nach Würzburg gereist, um nationale Lösungen für komplexe europäische Agrarthemen zu erarbeiten.

Derweil machen Bauern auf ihre Probleme aufmerksam.

Begleitet von Protesten von Bauern und Waldbesitzern sind die Agrarminister von Bund und Ländern zu ihrer Herbstkonferenz zusammengekommen.

Bei den zweitägigen Beratungen in Würzburg soll unter anderem eine gemeinsame Linie bei der Finanzausstattung der Landwirte und für die Verwendung von Dünger gefunden werden.

Eine Neuregelung der Düngeverordnung ist umstritten.

Künftig sollen die sogenannten „Roten Gebiete“ wegfallen, in denen wegen starker Nitratbelastung des Grundwassers nur noch reduziert gedüngt werden darf.

Stattdessen soll stärker das Verursacherprinzip in den Vordergrund rücken.

Werden „Rote Gebiete“ abgeschafft? Zur Entscheidung auf dem Tisch liegt ein Eckpunktepapier, das die Vorschläge der Agrarressorts der Länder und des Bundes bündelt, wie künftig den Belangen der landwirtschaftlichen Praxis ebenso Rechnung getragen werden kann wie den Anforderungen des Gewässerschutzes.

Sie reichen von einem völligen Verzicht auf „Rote Gebiete“ bis zum freiwilligen Aufrechterhalten in einzelnen Regionen.

Am Ende brauche man eine Lösung, wie die Landwirte von Bürokratie entlastet werden können, ohne Grund und Boden und Trinkwasser zu gefährden, sagte die Vorsitzende der Agrarministerkonferenz , Bayerns Ressortchefin Michaela Kaniber (CSU), der Deutschen Presse-Agentur. „Niemand hat Interesse, unser Lebensmittel Nummer eins zu gefährden - schon gar nicht unsere Bäuerinnen und Bauern“, betonte Kaniber .

Sie schlug vor, eine Meldepflicht für den Zukauf von Dünger einzuführen.

Dann könnten die Agrarbehörden mit den bereits vorhandenen Daten wie der einzelbetrieblichen Flächennutzung abgleichen, ob der Düngemitteleinsatz zum Nährstoffbedarf der angebauten Kulturen passt.

Kritik: Zu wenig Fokus auf Grund- und Trinkwasser Zuvor war Kritik unter anderem vom Verband kommunaler Unternehmen und vom Bund Naturschutz laut geworden.

Die Agrarminister kümmerten sich zu wenig um den Schutz der Böden und damit um die Sicherung des Grundwassers.

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