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Vor dem Start gegen Hoffenheim - Köln-Coach Wagner hat den größten Druck der Liga

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Vor dem Start gegen Hoffenheim - Köln-Coach Wagner hat den größten Druck der Liga

Köln – FC-Trainer René Wagner (38) vor seiner ersten Chef-Saison und dem Heimspiel-Start Samstag (15.30 Uhr) gegen Hoffenheim. Trotz seiner erfolgreichen Rettungs-Mission und dem Klassenerhalt zum Ende der letzten Saison ist schon jetzt klar: Kölns Coach hat den wohl größten Druck der Bundesliga .

Der Trainerstuhl beim FC gilt ohnehin seit jeher als Schleudersitz. Die Zahlen sind erschreckend: Wagner ist bereits der 13. Trainer in den letzten 10 Jahren. Seit 2021 wurden 4 Trainer vorzeitig entlassen. Und seit Wagner-Kumpel Steffen Baumgart (54) 2021/22 konnte sich kein Chef-Coach mehr für eine komplette Saison am Geißbockheim halten.

Jetzt der Neustart unter Wagner. Zumindest ein Risiko. Denn Kölns Coach geht zwar als FC-Retter, aber dennoch nicht gänzlich unbelastet in die Saison. Wagner schaffte nach der Kwasniok-Entlassung im Frühjahr den Klassenerhalt, sein Saisonendspurt war mit nur einem Sieg und 6 Punkten in 7 Spielen aber alles andere als berauschend und hinterließ zumindest bei Fans und Experten viele Fragezeichen.

Nicht das einzige Wagner-Problem. Während ab Samstag ohnehin schon alle auf ihn schauen, muss er auch noch mit einem Team an den Start gehen, das alles andere als komplett und eingespielt ist. So groß die Freude über die Treue von Said El Mala (20) ist, so gravierend sind die Kader-Probleme um den Top-Star herum. Kölns neuer Anführer und Abräumer Ellyes Skhiri (31) ist erst seit einer Woche da und weit von seiner Top-Form entfernt. Einen Ersatz für Jakub Kaminski (Benfica) gibt es noch immer nicht und auch im Ringen um Spielmacher Mikey Moore (18/Tottenham) ist Geduld gefragt.

Wagner ist trotzdem überzeugt. „Der Kader, der da ist, ist für die Bundesliga tauglich. Wir haben die klare Überzeugung, dass wir mit dieser Mannschaft die Klasse halten werden.“

Klar ist: FÜR Wagner spricht der Rückhalt, den er sowohl innerhalb der Mannschaft genießt als auch bei den Klub-Bossen. Er hat es nicht nur geschafft, einen neuen Teamgeist zu entfachen – seit Baumgart standen auch die Verantwortlichen nicht mehr so geschlossen hinter einem Trainer. Nicht nur Sportboss Thomas Kessler (40) ist absolut überzeugt von Wagners Qualitäten.

Fakt ist aber auch: Wagner muss liefern – und das gleich zum Start. Bleiben die Ergebnisse an den ersten 5 Spieltagen und vor allem in den Duellen mit Werder Bremen (3. Spieltag) und dem HSV (4. Spieltag) aus, droht die Unruhe bei den ohnehin schon skeptischen Fans und Ultras zum Problem zu werden. Der Druck, unter dem der Trainer in seine erste Chef-Saison geht, könnte dann schnell zum Ballast für die gesamte Mannschaft werden.

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