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Genug Rhein für neue Seen?: Mit dem Rhein Tagebaue fluten - NABU hält Pläne für überholt

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Genug Rhein für neue Seen?: Mit dem Rhein Tagebaue fluten - NABU hält Pläne für überholt

Garzweiler See und Hambacher See: Wo heute riesige Tagebaulöcher klaffen, soll mit Rheinwasser eine Seenlandschaft entstehen.

Doch der Plan ist aus Sicht von Umweltverbänden nicht einzuhalten.

Der Plan zum Fluten der riesigen Tagebaulöcher Hambach und Garzweiler mit Wassermassen aus dem Rhein wird nach Ansicht der Umweltorganisation NABU von Folgen des Klimawandels durchkreuzt.

Bei extremen Niedrigwassern wie in diesem Sommer würde eine Entnahme die ökologische Krisensituation und die Engpässe für die Schifffahrt verschärfen, sagte Klaus Markgraf-Maué vom NABU -Rheinbüro des Landesverbandes.

Tendenziell sei immer weniger Gletscherabfluss aus den Alpen zu erwarten, der bisher die Wassermenge des Rheins im Sommer stabilisiert hatte.

Dies könne nicht durch noch höhere Entnahmen zu anderen Zeiten ausgeglichen werden.

Dagegen spreche schon allein die Kapazität der geplanten Rohrleitung.

Längere Befüllung erwartet Der NABU sieht deshalb den Plan zunehmend infrage gestellt. „Die Befüllung der Tagebau -Restlöcher wird sich absehbar sehr erheblich verlängern, die mit der Entnahme verbundene zusätzlich Belastung des Rheins entsprechend.“ Mit der rückläufigen Wassermenge nehme die Konzentration von Schadstoffen im Rheinwasser zu.

Eine mangelnde Qualität des Rheinwassers insbesondere bei Niedrigwasser sei eines der noch ungeklärten Probleme des Konzeptes.

Der NABU NRW fordert, in den Planungen und weiteren Genehmigungen müssten die Folgen des Klimawandels für den Rhein berücksichtigt werden.

Bei einem auf viele Jahrzehnte ausgelegten Programm sei eine regelmäßige Überprüfung der Bewertungen und der Genehmigungen erforderlich.

Bei einem höheren Abfluss des Rheins dürften nach den bisherigen Genehmigungen bis zu 18 Kubikmeter pro Sekunde entnommen werden, erläuterte Markgraf-Maué.

Bei Niedrigwasser sei es nur ein Zehntel dessen.

Auch die Umweltschutzorganisation BUND NRW ist skeptisch, ob die Entnahme aus dem Rhein in erforderlicher Höhe ohne ökologische Beeinträchtigungen gewährleistet werden kann. „Sehr wahrscheinlich ist, dass sich die Region darauf einstellen muss, dass die Befüllung der Tagebaurestlöcher länger dauern wird als gewünscht“, erklärte der BUND schon vor dem trockenen Sommer.

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