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Vorm DFB-Pokal-Duell - TV-Experte fordert Trash-Talk gegen Wolfsburg

Bild Sport ·
Vorm DFB-Pokal-Duell - TV-Experte fordert Trash-Talk gegen Wolfsburg

Wird diese Legende zum Wundermacher? Mit Union Berlin packte Torsten „Tusche“ Mattuschka (45) den Durchmarsch von der Oberliga in die 2. Liga. Mittlerweile ist er TV‑Experte und sportlicher Leiter bei VSG Altglienicke. Am Montag erwartet ihn ein Highlight. Denn im DFB-Pokal empfängt seine Regionalliga-Truppe das Star-Ensemble des VfL Wolfsburg (18 Uhr, Sky).

Viel mehr Außenseiter geht aus Sicht der Hauptstädter gar nicht. Chancenlos sieht Mattuschka seine Mannschaft gegen den VW-Klub aber nicht. „Es ist schon klar, dass da viel zusammenlaufen muss, damit wir weiterkommen. Von 25 Spielen verlierst du wahrscheinlich 24 Mal“, sagt er zu BILD. „Am Ende geht es darum, dass wir uns cool präsentieren.“

Die Berliner wollen versuchen, am Montag dieses eine erfolgreiche Spiel zu erwischen. Wie könnte dann das Wunder gelingen? „Wir müssen unsere Zweikämpfe gewinnen und versuchen, auf dem Platz eklig zu sein. Wir wollen Wolfsburg die Freude nehmen. Natürlich haben die unfassbar geile Kicker, gerade im Zentrum. Genau da musst du versuchen, eklig und vielleicht auch mal verbal ein kleiner Asi zu sein.“

Spielerisch soll sich seine Mannschaft auch nicht verstecken. Das Selbstvertrauen haben die in dieser Saison (2 Siege, 3 Remis) noch ungeschlagenen VSG‑Kicker. „Die Jungs sollen ihren Stiefel runterspielen. Ich glaube nicht, dass wir uns so krass an Wolfsburg orientieren werden und werden keine zwei Busse im Strafraum parken“, sagt Tusche. „Wir bleiben bei uns. Die Jungs sollen das Duell gegen die gestandenen Erst- und Zweitliga-Profis nutzen. Jetzt kann sich jeder beweisen. Die sollen Spaß haben und den ganzen Tag genießen.“ Das gilt auch für ihn – allerdings aus der Entfernung: „Auf der Bank sitze ich nie, dafür bin ich auch zu impulsiv. Ich gucke mir das von der Tribüne aus an. Ich werde meine Jungs allerdings noch mal pushen, aber eine Kabinenansprache wird es nicht geben.“

Wer übrigens glaubt, dass es bei dem Viertligisten Amateurspieler gibt, die nebenbei „normalen“ Berufen nachgehen, sieht sich getäuscht. Mattuschka: „Bei uns ist Profitum. Wir haben denselben Aufwand wie zum Beispiel Wolfsburg. Wir haben sechs- bis achtmal in der Woche Training, bei uns geht niemand nebenbei arbeiten, Fußball-Profi ist ihr Job. Sonst hast du auch in der Regionalliga keine Chance, oben mitzuspielen.“

Auch die Wölfe wollen oben mitspielen – und am Ende wieder in die Bundesliga aufsteigen. Und im DFB-Pokal weit kommen. Dafür muss ein Sieg gegen Altglienicke her. Helfen soll dabei Neuzugang Alexander Bernhardsson (27), der für 5 Millionen Euro von Zweitliga-Konkurrent Holstein Kiel verpflichtet wurde und gegen die Berliner sein VfL-Debüt feiern soll.

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