Gefängnis-Ausbruch: Gitter durchgesägt und weg: Filmreifer Ausbruch in Duisburg
Mitten in der Nacht klettert ein Häftling an der Fassade der JVA Duisburg-Hamborn hoch auf das Dach – und verschwindet spurlos.
Vorher hat er einen Gitterstab durchgesägt.
Wie konnte das passieren? Gitterstab durchgesägt, Fenster aufgedrückt und dann an der Fassade hoch in die Freiheit geklettert: Am frühen Sonntagmorgen ist in der JVA Duisburg -Hamborn ein 35 Jahre alter Untersuchungsgefangener mit einem hollywoodreifen Ausbruch entkommen.
Die Zelle war im dritten Stock, das Dach ist über dem vierten Stock.
Von dem Mann gab es bis zum frühen Nachmittag keine Spur, wie ein Sprecher der Duisburger Polizei bestätigte.
Die Fahndung laufe.
Der Mann ist kein Gewaltverbrecher.
Der Serbe saß wegen Diebstahlsvorwürfen seit dem 10.
Februar in Untersuchungshaft.
Ende Mai sei er wegen zwei Wohnungseinbrüchen mit hohem Schaden zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt worden, die noch nicht rechtskräftig ist, teilten die Behörden mit.
Allerdings sei durchaus kriminelle Energie vorhanden, heißt es aus Justizkreisen: Der Mann soll bei seinen Einbrüchen nicht nur wertvollen Schmuck , sondern auch mehr als 200.000 Euro Bargeld gestohlen haben - das erklärt auch die relative hohe Haftstrafe.
Häftling hatte ein „raffiniertes Versteck“ - für Werkzeug? Nach dem Ausbruch stellte sich außerdem heraus: Der Häftling hatte in seiner Zelle vor dem Ausbruch ein Versteck im Boden angelegt - möglicherweise für Werkzeug. „Ein raffiniertes Versteck“, sagte ein Sprecher des Justizministeriums.
Der Hohlraum unter dem Linoleumboden nahe einer Zellenwand sei offensichtlich bei Zellenkontrollen nicht aufgefallen, jetzt aber entdeckt worden.
Werkzeug habe sich in dem Hohlraum nicht befunden.
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