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Zwei Wochen vor Weltcup-Auftakt - Olympiasiegerin kritisiert neue Gewichtsregel

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Zwei Wochen vor Weltcup-Auftakt - Olympiasiegerin kritisiert neue Gewichtsregel

Zwei Wochen vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden (24./25. Oktober) sorgt eine Änderung des internationalen Ski-Verbandes (FIS) für Diskussionen. Dabei steht das Gewicht der Skier im Mittelpunkt. Olympiasiegerin Breezy Johnson (30) kritisiert die neue Gewichtsregel.

Experten der FIS gehen davon aus, dass leichtere Ski den Alpinsport sicherer machen. Heißt: Ab sofort dürfen Männer-Ski inklusive Bindung und Platte in der Abfahrt maximal 10,6 Kilogramm wiegen, bei den Frauen sind es 10,4. Im Riesenslalom liegt das Maximalgewicht bei 10,2 (Männer) bzw. 9,8 Kilogramm (Frauen). Während die Modelle von Stöckli, Head und Rossignol bereits im vergangenen Winter die Limits erfüllten, müssen Atomic (Ski-Hersteller von Johnson) und Salomon einzelne Ski anpassen oder vom Markt nehmen.

Johnson hat zuletzt bei mehreren Gesprächen ihren Unmut über die Gewichts-Beschränkung geäußert. Die Olympiasiegerin (gewann 2026 in Italien Gold in der Abfahrt) macht kein Geheimnis daraus, dass sie mehr als 80 Kilogramm wiegt. Und genau deswegen benötigt sie auch schwerere Ski, um im unebenen Gelände die nötige Stabilität zu haben.

Rossignol-Rennchef Stéphane Mougin zeigt Verständnis für die Kritik, sagt zum „Blick“: „Ich bin nicht davon überzeugt, dass sich diese Reglementierung positiv auf die Sicherheit in unserem Sport auswirken wird. Es gibt derzeit keine Studien, die das belegen.“ Entscheidend ist für den Franzosen weniger das Gesamtgewicht, sondern vielmehr dessen Verteilung: „Wenn der größte Teil des Gewichts direkt unter den Füßen ist, kann das zur gewünschten Stabilität führen. Problematischer ist es, wenn die größte Last an der Skispitze und hinten ist.“

Auch für Atomic-Rennchef Christian Höflehner gibt es derzeit keinen Beweis, dass leichtere Ski die Verletzungsrate reduzieren können. Der Österreicher: „Die FIS möchte ja das Gewicht der Ski in Zukunft noch mehr senken. Es darf aber nicht sein, dass wir eine derart aufwendige und entsprechend teure Aktion durchführen und reglementieren, ohne stichhaltige Fakten zu haben, dass das Ganze der Sicherheit auch wirklich etwas bringt.“ Tests dazu werden erst im Winter durchgeführt. Höflehner: „Sobald uns positive Indizien von diesen Versuchen vorliegen, werden auch wir die Bereitschaft haben, das Ski-Gewicht weiter zu senken.“

Die Kritik weckt Erinnerungen an eine frühere Regeländerung der FIS: Vor der Saison 2012/13 wurden die Radien der Riesenslalom-Ski von 27 auf 35 Meter vergrößert, um Knieverletzungen zu reduzieren. Wenige Jahre später wurde die Regel wieder zurückgenommen, nachdem vermehrt Rückenprobleme bei den Athleten aufgetreten waren.

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