Neue Spielregeln in Verträgen: KI läutet das Ende der goldenen Zeiten von Indiens IT-Riesen ein
Die IT-Branche in Indien steht vor einer fundamentalen Neuausrichtung: Etliche Unternehmen verlieren ihre Aufträge, denn einfache Programmieraufgaben übernimmt immer öfter künstliche Intelligenz. Das hat auch Konsequenzen für Hochschulabsolventen.
Für Indiens IT-Dienstleistungs-Giganten wie Tata Consultancy Services (TCS) oder Infosys waren es goldene Zeiten. Das Geschäftsmodell war einfach und lukrativ: Je mehr Mitarbeiter an einem Projekt für den Kunden arbeiteten und je mehr Stunden sie abrechnen konnten, desto höher war der Umsatz. Für einfache Programmieraufgaben wurden gerne junge Hochschulabsolventen eingestellt, die zu tausenden jedes Jahr die Universitäten in Indien verlassen. Doch diese Ära neigt sich dem Ende zu. Die künstliche Intelligenz (KI) stellt die 315 Milliarden Dollar schwere Branche auf den Kopf. Kunden fordern nicht mehr nur Arbeitskraft, sondern messbare Ergebnisse – und das zu drastisch niedrigeren Preisen.
Branchenvertreter berichten zudem, dass die IT-Beratungsunternehmen Aufträge gänzlich verlören, weil die Kunden KI nutzen, um Aufgaben intern zu erledigen; gleichzeitig führten die mit der neuen Technologie verbundenen Unsicherheiten zu kürzeren Vertragslaufzeiten. "Für die Dienstleister ist die Marktlage verzweifelt. Die Vorteile liegen eindeutig aufseiten der Kunden", sagt Jimit Arora vom Beratungsunternehmen Everest Group.
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