Gesundheitszustand verschlechtert - Große Sorge um Norwegens König Harald
Oslo (Norwegen) – Besorgniserregende Nachrichten aus Norwegen. König Harald, der seit Montag in der Osloer Uniklinik Rikshospital behandelt wird, geht es schlechter. Das teilte der Hof am Sonntagabend mit.
In der Mitteilung heißt es: „Der Gesundheitszustand Seiner Majestät des Königs hat sich verschlechtert. Er erhält Antibiotika gegen eine Infektion mit Bakterien im Blut, und er hat auf die Behandlung reagiert.“ König Harald kam am Montag wegen Wasseransammlungen im Körper ins Krankenhaus. Damals hieß es, dass er aufgrund Hämolytischer Anämie mit Kortison behandelt wird und das Kortison die Flüssigkeitsansammlungen ausgelöst hatte.
Seine Familie besuchte ihn im Laufe der vergangenen Woche. Auch Kronprinzessin Mette-Marit (53), die erst im Juni eine neue Lunge erhalten hatte, besuchte ihn bereits mehrere Male. Für König Harald ist es längst nicht der erste schwere gesundheitliche Rückschlag.
Bereits 2003 musste ihm wegen Blasenkrebs die Harnblase entfernt werden. 2005 erhielt er eine künstliche Herzklappe, 2020 folgte ein weiterer Eingriff am Herzen. Besonders dramatisch wurde es im Frühjahr 2024: Während eines Urlaubs in Malaysia erlitt Harald gesundheitliche Probleme, musste ins Krankenhaus eingeliefert werden und bekam zunächst einen provisorischen, später in Norwegen einen dauerhaften Herzschrittmacher eingesetzt.
Seitdem musste Europas ältester amtierender Monarch immer wieder wegen Infektionen, Herzproblemen oder anderer Beschwerden medizinisch behandelt werden.
Vor rund zwei Jahren erwischte es Harald besonders heftig. Nach einer Infektion musste der König mehr als zwei Monate kürzertreten und sich vollständig erholen. Schon damals wurde deutlich: In dem Alter will und kann der Monarch nicht mehr jede Verpflichtung wie früher wahrnehmen. Harald kündigte deshalb an, sein Arbeitspensum künftig etwas herunterzufahren und sich mehr Ruhe zu gönnen.
Seinen Thron aufgeben will Harald jedoch nicht. Eine Abdankung kommt für den König weiterhin nicht infrage. Er begründet dies unter anderem mit seinem Eid, den er bei seiner Thronbesteigung vor dem norwegischen Parlament geleistet hat und der ihn bis zu seinem Lebensende an das Amt bindet.
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