Landtagswahlen: Analyse: Schwesig war Erfolgsfaktor für SPD im Nordosten
Gut bewertete Arbeit, hohes Ansehen und ein Absetzkurs von der Bundesregierung - so punktet laut Forschungsgruppe Wahlen SPD-Ministerpräsidentin Schwesig bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern.
Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern verdankt ihr gutes Abschneiden bei der Landtagswahl nach einer Analyse vor allem ihrer Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Maßgeblichen Anteil am SPD-Ergebnis hat zunächst die Spitzenkandidatin“, schreibt die Forschungsgruppe Wahlen, die Schwesig als „Erfolgsfaktor“ bezeichnet.
Die AfD habe wie schon vor zwei Wochen in Sachsen-Anhalt damit gepunktet, dass sie als „kompetent“ wahrgenommen worden sei.
Hier bleibe die CDU „durchweg schwach“.
Abgrenzung zur Bundespolitik nützt Schwesig und SPD „Neben guter Arbeit als Ministerpräsidentin und viel Ansehen profiliert sich Manuela Schwesig mit kritischer Distanz zur Bundesregierung “, heißt es in der Analyse der Forschungsgruppe Wahlen.
Die Bundesregierung wurde mit einem Wert von -2,6 auf einer Skala von +5 bis -5 extrem schlecht bewertet.
Das galt vor allem für Kanzler Friedrich Merz mit einem Wert von -3,0.
55 Prozent aller Befragten meinten, dass die in Teilen starke Kritik von Schwesig an der Bundesregierung der SPD geholfen habe.
Mit +1,3 konnte sich die SPD Mecklenburg-Vorpommerns beim Ansehen deutlich von der Bundespartei (-0,4) absetzen.
Schwesig punktete mit ihrer Leistungsbilanz - 68 Prozent der Befragten bescheinigten ihr der Umfrage zufolge eine gute Arbeit - und mit einem guten Ansehen von +1,3 auf der Skala.
Bei beiden Werten lag sie aber schlechter als vor fünf Jahren.
Neben Bestnoten aus dem SPD-Lager genieße Schwesig auch viel Wertschätzung im Linke-, CDU-, Grünen- und BSW-Lager, hieß es.
AfD holt bei Kompetenzwerten stark auf AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm hat laut Forschungsgruppe Wahlen dagegen insgesamt ein Negativimage mit Wert von -1,1.
Er entwickele im AfD-Lager auch weniger Zugkraft als zuletzt Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt.
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