Politischer Frühschoppen: Die AfD gegen alle, alle gegen die AfD: So war der Gillamoos
Einen Tag nach der Wahl in Sachsen-Anhalt war auf dem Volksfest in Niederbayern die Gelegenheit zum Schlagabtausch mit der Konkurrenz.
Die heftigsten Angriffe kamen aber von der Wahlsiegerin.
Triumphgeheul und Häme bei der AfD , Ringen um Kampfgeist und Optimismus bei der CSU: Einen Tag nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stand bei den politischen Reden auf dem Gillamoos in Niederbayern der Sieg der AfD und die Pleite der CDU im Mittelpunkt der meisten Reden.
Die AfD hatte in dem Bundesland mit 43,8 Prozent ein Rekordergebnis erzielt, dagegen wurde die bisher regierende CDU mit 17,2 Prozent abgestraft und musste schwere Verluste hinnehmen.
Euphorie und Häme bei „gefährlichster Partei Deutschlands“ Katrin Ebner-Steiner gab bei der AfD als Eröffnungsrednerin den Ton vor. „Wir sind tatsächlich die gefährlichste Partei Deutschlands“, sagte die Fraktionschefin im bayerischen Landtag, inzwischen auch Vize-Sprecherin der Partei auf Bundesebene.
Das gelte mit Blick auf „alle linken Demokratiehasser“, „alle verlogenen Pseudojournalisten“ und „alle Kriegstreiber“.
Ihre Partei sei eine neue Volksbewegung. „Die blaue Welle rollt.“ Das nächste Ziel sei schon klar: „Wir wollen den ganzen Kuchen“, sagte Ebner-Steiner unter dem Jubel der Besucher. „Merz muss weg, das ist unser großes Ziel.“ Dann werde Politik gemacht „für unser Volk - und nur für unser Volk“.
Wie auch andere Rednerinnen und Redner wetterte sie gegen kriminelle Migranten , „Gender-Wahnsinn“ und die Wirtschaftspolitik der Union.
AfD-Bundestagsfraktionsvize Beatrix von Storch betonte, die Konkurrenz könne die AfD jetzt nicht mehr außen vor lassen.
Je mehr die anderen Parteien das täten, desto mehr schaufelten sie ihr eigenes Grab.
Doch die AfD erhielt nicht nur Applaus in Abensberg : Am Eingang zum Gelände demonstrierten einige Gegner der Partei.
Sie hielten unter anderem Schilder mit Slogans wie „Nazis in die Hölle remigrieren“ in die Höhe.
Söder sieht AfD am Zug – und Dobrindt will liefern Und die CSU? Parteichef Markus Söder sprach mit Blick auf von Storch und die AfD süffisant von schrägen Vögeln, „teilweise sogar besoffen von ihrem Wahlergebnis“, wurde dann aber ernst.
Die AfD habe in Sachsen-Anhalt den Regierungsauftrag bekommen, daher müsse nun abgewartet werden, „was sie daraus machen“, sagte der bayerische Ministerpräsident.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.