Sommerhitze: Hitzeschutz: Grüne wollen Bayern widerstandsfähiger machen
Die hohen Sommertemperaturen haben die Biergärten gefüllt, aber auch alten Menschen gesundheitlich schwer zu schaffen gemacht - bis in den Tod.
Die Grünen sehen dringenden Handlungsbedarf.
Die Grünen haben der Staatsregierung bei der Anpassung an die Hitze Untätigkeit vorgeworfen und einen eigenen Hitzeschutzplan vorgelegt. „Keine Krisentreffen, kein entschlossenes Nachsteuern - obwohl nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts allein in diesem Jahr bereits rund 1.440 Menschen in Bayern an den Folgen von Hitze gestorben sind, vor allem Ältere“, kritisierte die Fraktionschefin der Grünen im Landtag, Katharina Schulze. „Das können wir nicht hinnehmen.“ Bauminister: Bayern hat funktionierendes Konzept Bauminister Christian Bernreiter (CSU) sieht dagegen keinen weiteren Handlungsbedarf. „In Bayern wurden mit der Klimaanpassungsstrategie 2025 bereits konkrete Maßnahmen zur Bewältigung von Hitze, Dürre, Starkregen und Hochwasser auf den Weg gebracht“, sagte er.
Was die Grünen forderten, gebe es längst. „Eine möglichst geringe Flächenversiegelung, der naturnahe Umgang mit Regenwasser und ganzheitliche, hitzeresiliente Lösungen für sommerlichen Wärmeschutz haben seit langem eine hohe Priorität bei staatlichen Bauvorhaben“, erklärte er.
Grünen-Fraktionschefin Schulze hält dies nicht für ausreichend wirksam und forderte einen wirksamen Hitzeschutzplan.
Es müsse kurzfristig Maßnahmen geben, damit Menschen sicher durch die nächste Hitzewelle kämen.
Langfristig müssten Städte und Dörfer so ertüchtigt werden, dass sie auch in Zukunft lebenswert blieben und die Ernährung der Bevölkerung gesichert bleibe. „Jeder verhinderte Hitzetote ist ein Menschenleben, das wir schützen konnten“, sagte Schulze.
Viel mehr PV auf staatlichen Dächern Konkret legte Schulze ein Sechs-Punkte-Programm vor, in dem sie unter anderem deutlich mehr Photovoltaik auf staatlichen Dächern fordert.
Mit dem gewonnenen Solarstrom könnten völlig klimaneutral Klimaanlagen betrieben werden.
Zudem müssten nach dem Verursacherprinzip die Kosten für den Umbau denjenigen auferlegt werden, die fossile Energieträger verbrennen und damit zu der Problematik beitragen. „Öl und Gas sind teuer, unsicher und machen uns abhängig.
Wer das nicht versteht und damit uns allen schadet, muss dafür blechen.“ Verbraucher hätten die Nase voll von Konzernen, die sich ohne Rücksicht auf die Gemeinschaft die Taschen füllten.
Mehr Grün kühlt Städte Ferner forderte Schulze, ein Katastrophenschutzszenario für den Kampf gegen Waldbrände und einen Notfallplan Wasser aufzulegen sowie Städte und Dörfer herunterzukühlen - durch weniger versiegelte Flächen und mehr Bepflanzungskonzepte. „Niemand sollte einer Hitzewelle schutzlos ausgeliefert sein.
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