Nach 17 Jahren - Fuchs Gidsel knackt Champions-League-Rekord
Was für eine Show von Mathias Gidsel (26)! Beim 40:32-Sieg der Füchse Berlin gegen den FC Porto in der Champions League spielte sich der Welthandballer in einen regelrechten Rausch. Mit unglaublichen 17 Toren zerlegte der Däne die Portugiesen beinahe im Alleingang.
Selbst Gidsel staunte über seinen Gala-Abend: „Ich habe schon viele gute Leistungen gezeigt, aber das heute war auch für mich etwas Besonderes.“
Mit seinen 17 Treffern stellte Gidsel gleichzeitig einen historischen Champions-League-Rekord ein. Seit 2009 hatte niemand mehr so oft in einem Königsklassen-Spiel getroffen. Damals war Jesús „Chuchi“ Martínez de la Cal für Valladolid ebenfalls 17-mal erfolgreich. Füchse-Trainer Nicolej Krickau schwärmte: „Er war die unbedingte Führungskraft heute. Er hat uns das ganze Spiel gepusht und Sicherheit gegeben.“
Auch die Mitspieler kamen aus dem Staunen nicht heraus. Nationalspieler Nils Lichtlein, der nach seiner Verletzung sein Heim-Comeback feierte, sagte: „Was er leistet, ist gar nicht in Worte zu fassen und vielleicht einzigartig auf diesem Planeten.“ Deutlicher kann ein Kompliment kaum ausfallen!
Aber: Noch sind die Füchse nicht durch Trotz der Gidsel-Gala ist das Ticket für die Hauptrunde noch nicht gesichert. Krickau: „Das bedeutet nichts, bevor wir nicht auch in Porto gewonnen haben.“ Schon am kommenden Donnerstag wollen die Berliner im Rückspiel alles klarmachen.
Doch zunächst steht der Bundesliga-Alltag auf dem Programm. Am Sonntag (18 Uhr) kommt der TBV Lemgo Lippe in die Max-Schmeling-Halle. Und da gibt es noch eine offene Rechnung! In der vergangenen Saison verlor Berlin ausgerechnet drei Tage nach einem Champions-League-Spiel zu Hause 33:34 gegen Lemgo. Diese Pleite tut noch weh. Krickau kündigt deshalb kämpferisch an: „Da haben wir noch etwas zurückzuzahlen.“ Nach der Gidsel-Gala soll jetzt auch Lemgo daran glauben!
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