Fragen und Antworten: Schließung angekündigt: Was macht eigentlich das Goethe-Institut in Russland?
Der Kreml will das Goethe-Institut in Russland schließen.
Es unterstützt vor allem Deutschlernende.
Warum wendet sich Moskau gegen ein Sprachen-Institut? Fragen und Antworten.
Wie kam es zur Ankündigung der Schließung des Goethe-Instituts? Die Bundesregierung hat am Dienstag Russland offiziell für den versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle vor rund vier Wochen verantwortlich gemacht.
Als Reaktion kündigte Berlin unter anderem die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn sowie die Aufkündigung des Abkommens über das Kulturzentrum „Russisches Haus“ in Berlin an.
Goethe-Institut war trotz Ukrainekrieges geöffnet Russland bestellte daraufhin am Mittwoch den deutschen Botschafter in Moskau ein und Außenminister Sergej Lawrow kündigte die Schließung mehrerer Standorte des Goethe‑Instituts an, wie russische Nachrichtenagenturen berichteten.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tass war der Bundesregierung nach Lawrows Darstellung bewusst, dass ihre Entscheidung das Ende der deutschen Kulturarbeit in Russland bedeuten würde.
Die Goethe-Institute waren trotz der zunehmenden Spannungen zwischen Russland und westlichen Staaten infolge des Ukrainekrieges bislang weiter geöffnet geblieben.
Was ist das Goethe-Institut? Das Goethe-Institut wurde 1951 gegründet und verfügt derzeit über 154 Niederlassungen in 100 Ländern.
Es will unter anderem die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland und die internationale kulturelle Zusammenarbeit fördern.
Es versteht sich als globales Kultur- und Bildungsnetzwerk Deutschlands, das den Austausch zwischen Deutschland, Europa und der Welt vermitteln will.
Ein Schwerpunkt liegt auf Bildung und Sprache.
Das Institut unterstützt weltweit Schulen beim Deutschunterricht, bildet Lehrkräfte weiter und bietet Sprachkurse an.
Rund eine Million Menschen legen jährlich an Goethe-Instituten oder bei Partnern eine Deutschprüfung ab.
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