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Jason Arday: Tausende gedenken Ex-Cambridge-Professor bei Mahnwache

Der Spiegel ·
Jason Arday: Tausende gedenken Ex-Cambridge-Professor bei Mahnwache

In Großbritanniens Hauptstadt haben sich am Montagabend Tausende Menschen an einer Mahnwache für Jason Arday beteiligt. Der ehemalige Cambridge-Professor war nach Plagiatsvorwürfen tot aufgefunden worden. Die Organisatoren der Kundgebung auf dem Londoner Trafalgar Square sprachen von rund 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Viele waren in Schwarz gekleidet und trugen Rosen und Sonnenblumen. Auf zahlreichen Schildern war zu lesen: »Rest in Power, Professor Jason Arday.«

Ardays Familie nahm nicht an der von der Organisation Stand Up To Racism organisierten Mahnwache teil. Sie veröffentlichte jedoch eine Erklärung, die der Menge vorgelesen wurde. Darin dankte sie den Unterstützern für ihre »Liebe, Unterstützung und Trauer«. Weiter hieß es: »Die öffentliche Grausamkeit, der Jason ausgesetzt war, war für keinen Menschen zu ertragen.« Seine Leistungen seien enorm gewesen, »und wir wollen nicht, dass Verzerrungen seines Charakters sie überschatten«.

Die Abgeordnete Diane Abbott – die erste schwarze Frau, die je ins britische Parlament gewählt wurde – sprach in einer Rede vor den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von einer »Kampagne gegen uns alle«.

Jason Arday wurde 2023 zum jüngsten schwarzen Professor der britischen Eliteuniversität Cambridge ernannt. Der Schritt wurde als progressiver Meilenstein gefeiert. Am 5. August war der 41-Jährige jedoch von seinem Posten als Professor für Bildungssoziologie zurückgetreten, nachdem zahlreiche Medien über Plagiatsvorwürfe und Zweifel an seinen Lebenslauf-Angaben berichtet hatten (mehr dazu hier ). In einem Schreiben zu seinem Rücktritt erklärte Arday, er habe »die Grenze dessen erreicht, was irgendeinem Menschen vernünftigerweise zugemutet werden sollte«.

Am Freitag wurde er tot in Battersea im Süden Londons aufgefunden. Die Polizei stufte seinen Tod vorerst nicht als verdächtig ein. Sie vermutet einen Suizid oder einen natürlichen Tod.

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hier finden Sie – auch anonyme – Hilfsangebote in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen. Per Telefon, Chat, E-Mail oder im persönlichen Gespräch.

Ardays Familie bestätigte seinen Tod und sprach von einer »Mobbing-Kampagne« voller Gerüchte über die akademische Arbeit und das Privatleben des Soziologen.

Die Vorwürfe gegen Arday brachte insbesondere ein US-Forscher auf, der die Cambridge-Universität 2024 wegen Rassismusvorwürfen verlassen musste. Seine Vorwürfe wurden von rechtsgerichteten Zeitungen und Kommentatoren aufgegriffen, die Arday als »Aushängeschild« für Gleichstellungs- und Inklusionsprogramme bezeichneten.

1 Min Zur Merkliste hinzufügen Verstorbener Cambridge-Professor: Zehntausende Menschen verlangen Untersuchung im Fall Jason Arday 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Reaktionen in Großbritannien: Premier Burnham bezeichnet Tod von Cambridge-Professor Jason Arday als »Tragödie« 3 Min Zur Merkliste hinzufügen 3 Min Zur Merkliste hinzufügen Am Montag verurteilte Cambridge-Rektor Chris Smith einen »rassistischen Wahn« im Zusammenhang mit Plagiatsvorwürfen.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.spiegel.de — der Inhalt gehört Der Spiegel.

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