Behörden warnen - „Hohes Risiko“ für neue Wassermassen
Nach der verheerenden Sturzflut im nepalesisch-chinesischen Grenzgebiet sehen die chinesischen Behörden ein „hohes Risiko“ für erneute Überflutungen! Der See, der sich durch die Sturzflut gebildet habe, könnte angesichts anhaltenden Regens in den kommenden drei Tagen auf ein Volumen von rund drei Millionen Kubikmeter anwachsen. Das berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua in der Nacht zu Freitag unter Berufung auf das chinesische Wasserministerium.
Sollte der See über seine Ufer treten, könnten die Wassermassen im Katastrophengebiet weitere Schäden anrichten. Dies betreffe auch den chinesisch-nepalesischen Grenzübergang Gyirong und andere Gebiete stromabwärts.
Eine riesige Sturzflut aus Wasser und Schlamm war am Mittwoch fast 170 Kilometer weit entlang zweier Flüsse durch Nepal gerast und hatte ganze Ortschaften mitgerissen. Ursache war nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS offenbar ein Gletscherabbruch. Auch in Tibet gab es eine Flutwelle.
Bislang wurden in Nepal nahezu 400 Todesopfer geborgen. Mehr als 1400 Menschen wurden nach Angaben vom Donnerstag noch vermisst, unter ihnen zahlreiche Ausländer. Dazu zählen nach Angaben der nepalesischen Tourismusbehörde auch mindestens acht Deutsche. (AFP/ias)
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