Handball-Start mit Jubiläum - Gidsel macht die 1000 voll
Zwei Champions-League-Teilnehmer aus der Opel Handball-Bundesliga unter sich. Das auch noch am ersten Spieltag der neuen Saison. Handball-Fan, was willst Du eigentlich noch mehr.
Vizemeister Füchse Berlin mit Welthandballer Mathias Gidsel gegen European-League-Sieger MT Melsungen mit Rückkehrer und Nationalmannschafts-Kapitän Johannes Golla. Bei den Wettquoten galten die Berliner zuvor als klarer Favorit. Wer darauf zockte, hat sich beim 33:31 (17:9) nicht verzockt.
Tosender Jubel bereits weit vor der Schluss-Sirene. Grund: In der 48. Minute macht Gidsel mit dem 29:24 sein 1000. Tor in der Bundesliga. Dort spielt der Däne erst seine vierte Saison.
Berlins Nationalspieler Nils Lichtlein (fällt nach Fuß-OP noch bis wahrscheinlich Oktober aus) vorm Anwurf am Dyn-Mikro: „Ich hoffe auf ein gutes Handball-Spiel.“ Das zeigen nicht nur in den ersten Minuten seine Kollegen, während Melsungen bei seinen halbherzigen Angriffen zu viele technische Fehler produziert.
In der 22. Minute brüllt Melsungens Trainer Roberto Parrondo bei sieben Toren Rückstand seine Mannschaft in seiner bereits zweiten Auszeit zusammen: „Macht Eure Arbeit!“ Zur Pause hat der Vizemeister beim alles im Griff und den Europapokalsieger größtenteils nach allen Regeln der Handball-Kunst vorgeführt.
Berlins Abwehr-Chef Mijailo Marsenic: „Gibt nicht viel, was wir besser machen könnten. Aber das war erst eine Halbzeit.“ Melsungens Sportvorstand Jesper Larsson am Dyn-Mikro: „Was soll man da sagen. Wir haben hohe Ansprüche, denen sind wir nicht gerecht geworden.“
Nach dem Wechsel schalten die Berliner mehrere Gänge runter. Melsungen, dass auf Kapitän Timo Kastening nach Fuß-OP verzichten muss, steigert sich zwar im zweiten Durchgang massiv, aber die Hypothek aus der ersten Hälfte wiegt zu schwer. Bärenstark bei den Berlinern: Nationalspieler Matthes Langhoff mit neun Treffern.
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