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News: Wladimir Putin droht Deutschland, CDU versteckt Friedrich Merz, Hape Kerkeling hilft SPD

Der Spiegel ·
News: Wladimir Putin droht Deutschland, CDU versteckt Friedrich Merz, Hape Kerkeling hilft SPD

Wenn Wladimir Putin heute beim Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok spricht, dann wird wieder alles in bester Ordnung sein im Land: die Wirtschaft top, der Krieg fast gewonnen, die Moral bestens, der Westen verzweifelt. Die Zermürbung der Menschen, die Angst vor den ukrainischen Drohnen, die hohen Preise, die Benzinkrise, die Last der Sanktionen, all das wird vermutlich keine Rolle spielen.

Aber Russlands Präsident spürt natürlich, dass in seinem Riesenreich im fünften Kriegsjahr zunehmend Väterchen Frust regiert. Die Frage ist, ob ihn der wachsende Druck noch unberechenbarer macht. Für die Ukraine, für ihre Unterstützer, für Deutschland.

Die Schuldzuweisungen der Bundesregierung nach dem gescheiterten Drohnenangriff von Leipzig hat Moskau wenig überraschend zurückgewiesen, Putin spricht drohend von einem »schweren Fehler«. Bei seinem Auftritt in Wladiwostok wird er womöglich noch einmal nachlegen. Dass der Machthaber im Kreml auf die deutschen Strafmaßnahmen reagieren wird, ist klar. Aber wie weit wird er gehen? Wagt er die weitere Eskalation? Berlin hat vorgesorgt für diesen Fall, der Gegenschlag fällt bisher moderat aus (mehr dazu hier ). Sollte Putin die Grenzen weiter austesten, müsste Merz noch entschlossener gegen die hybride Bedrohung vorgehen.

»Dahinter verbirgt sich eine beunruhigende Analyse«, schreiben meine Kolleginnen und Kollegen in der neuen SPIEGEL-Titelstory. »Die Bundesregierung rechnet damit, dass Leipzig kein Einzelfall war, sondern eher den Eintritt in eine neue Phase russischer Aggression markiert.« Das Team hat rekonstruiert, wie der Kanzler und seine Minister den richtigen Zeitpunkt und die richtigen Worte abgewogen haben, um die russische Verantwortung für den Drohnenanschlag zu benennen und die Konsequenzen daraus zu ziehen. Und es hat die jüngsten Ermittlungsergebnisse zusammengetragen, Spuren, die nach Russland weisen.

Mein Kollege Christian Teevs, der bei uns für die CDU zuständig ist, macht sich heute für Sie auf den Weg nach Leuna, um nach Friedrich Merz zu suchen. Denn dort, im Süden von Sachsen-Anhalt, soll die CDU den Kanzler in den örtlichen Chemiewerken verstecken. Wahlkampf nennen sie das in der Union (verfolgen Sie alle Entwicklungen in Sachsen-Anhalt im Newsblog ).

Im Ernst, es ist Merz’ zweiter und letzter Auftritt kurz vor der wichtigen Landtagswahl, und wie schon am Montag in Quedlinburg soll der CDU-Bundesvorsitzende auch in Leuna möglichst nicht Gefahr laufen, in Kontakt zu einer breiteren Öffentlichkeit treten zu müssen. Ein Firmenrundgang gemeinsam mit Ministerpräsident Sven Schulze, ein Statement vor der Presse, das war’s – Bürgerinnen und Bürger werden Merz in Leuna nicht zu Gesicht bekommen. Bei einem späteren Treffen mit Vertretern der Kommunen, der Wirtschaft und der Landwirtschaft in Braunsbedra sind nicht einmal Journalisten zugelassen.

Schulze und seine Mitstreiter setzen bis zum Schluss auf maximale Distanz zum maximal unpopulären Parteichef und Kanzler (mehr dazu hier ). Merz wird versuchen, es auch in Leuna mit Fassung zu tragen.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.spiegel.de — der Inhalt gehört Der Spiegel.

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