Weinende Männer in der Kunst: »Man sieht diese rasende Männlichkeit, und dann weint der!«
Er beginne seine Führungen am liebsten im Makart-Saal, sagt Philip Schinkel.
Regelmäßig gibt der 35 Jahre alte Kunsthistoriker Führungen in der Hamburger Kunsthalle.
Neben der Flügeltür hängt das Gemälde »Egmonts letzte Stunde«, das der belgische Maler Louis Gallait nach 1848 anfertigte.
Zu sehen ist Graf Lamoral von Egmont, Fürst von Gavre, dessen Hinrichtung bevorsteht.
Für Schinkel ist ein Detail interessant: die Tränen in den Augen des Bischofs, der neben Egmont sitzt.
Weinende Männer, sagt Schinkel, sind in der Kunst des 19.
Jahrhunderts nicht die Regel.
Er erforscht in seiner Doktorarbeit, in welchen Situationen die Maler eine Ausnahme machten.
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