Volkswagen: Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies warnt vor Werksschließungen
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat die Volkswagen-Konzernleitung angesichts der Krise beim Autobauer vor Werksschließungen gewarnt. Die Beschäftigten seien derzeit stark verunsichert und viele Familien machten sich Sorgen um ihre Zukunft, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Volkswagen müsse gemeinsam nach Lösungen suchen und den einzelnen Standorten eine Perspektive geben, sagte er.
Lies hatte zuvor das VW-Werk in Hannover besucht. Dort habe er eine »unglaubliche Verunsicherung« unter den Beschäftigten gespürt. Viele Mitarbeiter hätten in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Anstrengungen unternommen, um ihre Standorte weiterzuentwickeln und voranzubringen.
Angesichts der schwierigen Lage müsse es sowohl um die Sicherung der Arbeitsplätze als auch um die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns gehen. Der VW-Vorstand müsse die Größe und die breite Produktpalette des Unternehmens als Stärke begreifen. Werksschließungen seien dagegen keine Lösung für die Zukunft, sagte Lies. Jeder Standort verfüge über eigene Fähigkeiten und Stärken.
Lies reagierte damit auf eine Bemerkung von dem Vorstandsvorsitzenden des Volkswagen-Konzerns, Oliver Blume, von vergangener Woche. Er hatte den Autokonzern als »überdimensioniert« bezeichnet. Der Vorstand müsse Konzepte vorlegen, wie die Kapazität an den bestehenden Standorten besser ausgeschöpft werden könne, durch attraktivere Fahrzeuge, aber auch durch »Ergänzungen«, sagte Lies. Er verwies etwa auf Rüstungsproduktion.
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