40.000 Fans feiern bei Tourabschluss - Roland Kaiser denkt nicht ans Aufhören
Berlin – Es gibt Künstler, die irgendwann von ihrer Vergangenheit leben. Von den großen Liedern, den alten Erfolgen, der Erinnerung an eine große Karriere. Und es gibt Roland Kaiser. 74 Jahre alt. Mehr als fünf Jahrzehnte auf der Bühne. Und gerade vielleicht so groß wie nie zuvor. Denn statt Abschiedsschmerz überwiegt bei dem Schlagerstar die Vorfreude: Schon jetzt plant er die nächste große Arena-Tour für 2027.
Am Samstagabend beendete Roland Kaiser seine diesjährige Sommertournee dort, wo für ihn alles begann: in seiner Heimatstadt Berlin. 20.000 Menschen feierten ihn in der ausverkauften Waldbühne. Schon am Freitagabend waren 20.000 Fans gekommen. Zwei Abende, zweimal Ausnahmezustand, auch BILD war dabei.
Was für eine Karriere. Was für eine Liebe zwischen einem Sänger und seinem Publikum. Kein deutscher Künstler schafft derzeit das, was Roland Kaiser schafft. Er ist längst in die Fußstapfen des großen Udo Jürgens (†80) getreten: ein Entertainer, der Generationen verbindet.
Schon zwei Stunden vor Konzertbeginn liegt dieses besondere Kribbeln über der Freilichtbühne im Stil eines antiken griechischen Theaters. Überall Kaiser-Shirts. Frauen und Männer tragen blinkende Kronen auf dem Kopf, pink und blau. Menschen haben sich schick gemacht für ihren Roland. Andere kommen in Jeans und T-Shirt. Es spielt keine Rolle. Denn wenn der Kaiser auf die Bühne kommt, gehören sie alle zusammen.
Schon beim ersten Lied „Gegen die Liebe“ passiert etwas, das selbst einen Mann berührt, der in seinem Leben Tausende Konzerte gespielt hat. Roland Kaiser schaut von der Bühne hoch in die Reihen, hört den Jubel, sieht die Menschen mitsingen und hat Tränen in den Augen. Immer wieder schallt es durch die Waldbühne: „Oh, wie ist das schön, oh, wie ist das schön …“ Roland Kaiser steht da und wirkt selbst überwältigt.
Zu BILD sagt Roland Kaiser Minuten vor Konzertbeginn: „Für meinen Tourneeabschluss hätte ich mir keinen besseren Ort als die Waldbühne in meiner Heimatstadt Berlin aussuchen können. Das ist großartig und war für mich als jungen Künstler ganz weit weg. Vor elf Jahren durfte ich selbst zum ersten Mal hier spielen. Die Waldbühne ist für mich eine der schönsten Bühnen Europas und wird es auch immer bleiben.“ Nervös macht ihn so ein Abend nicht mehr. Und doch: Berlin ist eben Berlin. „Ich bin nie aufgeregt vor einem Konzert“, sagt Kaiser. „Aber wenn ich weiß, ich spiele auf der Waldbühne, ist meine Vorfreude noch einmal größer.“ Diese Freude spürt man.
Eigentlich könnte sich Roland Kaiser jetzt zurücklehnen. Er denkt nicht einmal daran. 2027 wird für ihn ein besonderes Jahr. Im Februar soll „ROLAND – DER FILM“ ins Kino kommen. Am 10. Mai wird Kaiser 75 Jahre alt. Ab April geht er mit „UNSER MOMENT“ auf Arena-Tournee. 21 Konzerte sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz geplant, darunter jeweils zwei Abende in Hannover, Leipzig, Hamburg und Berlin.
Und jetzt kommen elf Open-Air-Termine hinzu. Vom 25. Juni bis zum 27. August 2027 führt „UNSER SOMMERMOMENT“ unter anderem nach Fulda, Konstanz, Aachen, Leipzig, Paderborn und Erfurt. Natürlich kehrt er auch wieder an diesen einen Ort zurück: Am 21.
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