Gelder veruntreut? - Über 1000 Jahre alte Samurai-Kultstätte pleite
Kawanishi (Japan) – Heiliger Boden, historische Gebäude und nationale Kulturgüter wurden offenbar zum fragwürdigen Faustpfand für Kredite in Millionenhöhe – mit schwerwiegenden Folgen! Eine japanische Religionsgemeinschaft, die den über 1000 Jahre alten Tada-Schrein mit Samurai-Geschichte besitzt und verwaltet, ist jetzt jedenfalls pleite.
Ein gerichtliches Sanierungsverfahren wurde beim Bezirksgericht Kobe ( Japan ) beantragt. Das kulturelle Erbe soll so vor einer Zwangsversteigerung geschützt werden. Vermutlich stecken krumme Geschäfte hinter den finanziellen Schwierigkeiten. Der Tada-Schrein liegt in Kawanishi, rund 15 Kilometer von Osaka entfernt. Der wahrscheinlich Schuldige kann aber nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden: Der ehemalige Oberpriester der historischen Stätte ist nach Angaben des Nachrichten-Portals „News on Japan“ im Februar 2024 verstorben – angeblich unerwartet.
Laut Medienberichten flog die Sache bereits 2023 auf: Damals wurde bekannt, dass Teile des Geländes als Kredit-Sicherheiten dienten – und zwar rund 50.000 Quadratmeter der historischen Stätte! Damit sollen Kredite über rund 1,6 Milliarden Yen (umgerechnet 9 Mio. Euro) abgesichert worden sein, berichtet das deutschsprachige Online-Portal „Sumikai“.
Einer von mutmaßlich vier Gläubigern soll nach dem Tod des Oberpriesters bei einem Gericht im September 2024 die Versteigerung der belasteten Grundstücke gefordert haben – der Beginn eines gerichtlichen Streits. Die Religionsgemeinschaft wehrte sich. Mit Erfolg! Das Verfahren blieb allerdings bisher ohne Einigung. Brisant: Andere Verantwortliche des Schreins wollen von den Geschäften des Verstorbenen angeblich nichts gewusst haben.
Die Religionsgemeinschaft will die Pleite nun in einem Sanierungsverfahren meistern. Wie sie das angesichts der Schuldenlast schaffen will, ist bisher ungewiss. Zudem ist unklar, wofür das Geld einst aufgenommen wurde. Auch gibt es laut „Sumikai“ keine Belege dafür, dass sinkende Spenden oder Besucherzahlen den Schrein in die Insolvenz getrieben haben. Den laufenden Betrieb will die Religionsgemeinschaft trotz finanzieller Not jedoch sicherstellen.
Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.