14 Tote bei Meditationscamp: Myanmars Militärjunta greift buddhistisches Kloster an
Bei einem Luftangriff auf ein Kloster in Myanmar werden 14 Menschen getötet. Berichten zufolge nahmen die Personen an einem fünftägigen Meditationscamp teil. Die Militärregierung in Myanmar geht immer wieder gegen Widerstandskämpfer vor, trifft dabei jedoch oft Zivilisten.
Bei einem Luftangriff der Militärjunta auf ein buddhistisches Kloster in Myanmar sind nach Medienberichten mindestens 14 Zivilisten getötet worden. Mehr als weitere 20 Menschen seien zudem verletzt worden, berichtete das Online-Portal The Irrawaddy unter Berufung auf eine Widerstandsorganisation sowie Bewohner der betroffenen Region Sagaing im Nordwesten. Mit Angriffen aus der Luft geht das Militär immer wieder gegen Widerstandsgruppen und Rebellen vor, trifft dabei aber oft Zivilisten.
Bei dem Angriff wurden den Berichten zufolge Unterkünfte für Besucher getroffen, die an einer fünftägigen Meditationsübung im Kloster des Dorfes Swel Lel Oh nahe der Stadt Myaung teilnahmen. Bei den Todesopfern handele es sich um elf Männer und drei Frauen, wurde Ko Nway Oo von der zivilen Verteidigungs- und Widerstandsorganisation von Myaung (CSDOM) zitiert. Das Kloster sei zweimal bombardiert worden, sagte laut The Irrawaddy ein Dorfbewohner.
In Myanmar herrschte von 2011 bis 2021 eine fragile Demokratie. Im November 2020 wurde in Wahlen, die die EU als demokratisch ansah, der vorherige Regierungschef Aung San Suu Kyi wiedergewählt. Die Armee sprach jedoch von Wahlbetrug und begann Anfang Februar 2021 mit einem Militärputsch. Die Entmachtung der gewählten Regierung löste landesweite Proteste aus, in dessen Zügen das erste Mal seit den 1980er Jahren wieder Personen in Myanmar hingerichtet wurden. Bei den Hingerichteten handelte es sich um politische Gegner, Künstler und Kritiker des Systems.
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