Der große Nudel-Check - Sind Glasnudeln besser als normale Pasta?
Glasnudeln wirken besonders leicht. Man könnte daher auch meinen, dass sie weniger Kalorien als normale Nudeln haben. Auf Social Media werden die Nudeln ebenfalls gern als gesündere Alternative zu normaler Pasta präsentiert. Doch wer sie vor allem wegen der Kalorien auf den Teller packt, dürfte enttäuscht sein: Der Unterschied zu klassischen Nudeln ist praktisch nicht vorhanden.
Streng genommen sind Glasnudeln keine richtigen Nudeln. Normale Pasta besteht üblicherweise aus Hartweizen beziehungsweise Getreidemehl. Glasnudeln werden dagegen meist aus der Stärke von Mungo- oder Sojabohnen hergestellt, manchmal auch aus Reisstärke. Nach dem Einweichen werden sie fast durchsichtig. In der asiatischen Küche gehören sie schon seit Jahrhunderten zum Speiseplan.
100 Gramm trockene Glasnudeln haben ungefähr 350 Kilokalorien . 100 Gramm ungekochte Weizennudeln haben durchschnittlich 351 Kilokalorien. In Belangen Kalorien sind sie also ziemlich identisch, auch bei den Kohlenhydraten punkten Glasnudeln nicht: Sie enthalten etwa 85 bis 86 Gramm pro 100 Gramm Trockenprodukt, Weizenpasta rund 71 Gramm.
Beim Eiweiß schneiden Glasnudeln sogar deutlich schlechter ab. Glasnudeln liefern ungefähr 0,5 Gramm pro 100 Gramm, ungekochte Weizennudeln rund 13 Gramm. Zudem enthalten Glasnudeln nur etwa ein Gramm Ballaststoffe.
Entscheidend ist auch die Portion. Bei Glasnudeln werden häufig nur etwa 40 bis 50 Gramm Trockenprodukt verwendet. Außerdem nehmen sie bei der Zubereitung viel Wasser auf. Oft landen sie mit Gemüse, Kräutern, Tofu, Fisch oder Geflügel in Bowls, Salaten oder Suppen. So kann das gesamte Gericht weniger Kalorien haben als ein großer Teller Pasta mit üppiger Soße.
Einen Vorteil haben Glasnudeln: Sie sind von Natur aus glutenfrei und damit für Menschen mit Zöliakie eine Alternative zu Pasta aus Weizen. Außerdem enthalten sie sehr wenig Fett.
Wer tatsächlich möglichst viele Kalorien einsparen will, findet mit Konjaknudeln beziehungsweise Shirataki-Nudeln eine deutlich kalorienärmere Alternative. Sie bestehen überwiegend aus Wasser und enthalten den Ballaststoff Glucomannan. Je nach Produkt haben 100 Gramm verzehrfertige Konjaknudeln weniger als zehn Kilokalorien und praktisch keine verwertbaren Kohlenhydrate.
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