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Kultur

US-Wirtschaft: US-Notenbank erhöht erstmals seit Juli 2023 wieder Leitzins

Stern ·
US-Wirtschaft: US-Notenbank erhöht erstmals seit Juli 2023 wieder Leitzins

Fed-Chef Warsh signalisierte jüngst Bereitschaft für eine Zinserhöhung, an den Finanzmärkten wurde mit großer Mehrheit damit gerechnet.

Sicher war das allerdings keineswegs.

Die US-Notenbank Federal Reserve hebt wegen der hartnäckig hohen Inflation erstmals seit Sommer 2023 den Leitzins an.

Dieser steigt um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent, wie der Fed-Zentralbankrat mitteilte.

Notenbank-Chef Kevin Warsh gerät damit auf Konfrontationskurs mit Donald Trump, nachdem die Fed seit Monaten nichts geändert hatte und die Forderungen des US-Präsidenten nach niedrigeren Zinsen wirkungslos geblieben waren.

Vor knapp einer Woche hatte schon die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts der wegen des Iran-Kriegs gestiegenen Teuerung ihren Leitzins erhöht, bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr.

Die Notenbank hob den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins von 2,25 auf 2,5 Prozent an.

Mit der Straffung der Geldpolitik dürfte Warsh nun allerdings auch gleich zwei Lager von Kritikern besänftigt haben.

So vermissten einige Experten seit seinem Amtsantritt im Mai tatsächliche Schritte, um der von ihm priorisierten Preisstabilität nachzukommen.

An den Finanzmärkten war befürchtet worden, dass eine sechste Zinspause in Folge seit Dezember 2025 die Glaubwürdigkeit der Fed massiv beschädigt hätte.

Zudem dürfte Warsh zunächst jenen Skeptikern den Wind aus den Segeln nehmen, die ihm eine zu große Nähe zu Trump nachgesagt hatten.

Warshs Personalie war umstritten: Volkswirte befürchteten, dass sich die Fed von einer datenbasierten Geldpolitik entfernen und politisch gesteuert agieren könnte.

Warsh hingegen beteuert, er habe sich gegenüber dem Präsidenten zu keiner bestimmten Zinsentscheidung verpflichtet und sei von diesem auch nie dazu aufgefordert worden.

Er wolle die Fed unabhängig weiterführen.

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