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Donnergott anrufen und Milch verunreinigen: "Krieg' die Cholera!": So wird in anderen Ländern geflucht

Stern ·
Donnergott anrufen und Milch verunreinigen: "Krieg' die Cholera!": So wird in anderen Ländern geflucht

Hauptsache, der Inhalt schockt und die Aussprache kracht, wenn ein Fluch oder Schimpfwort die gewünschte Wirkung haben soll.

Weltweit wird sich nach vergleichbarem Konzept geäußert, wenn es darum geht, extreme Gefühlsreaktionen zu bewältigen.

Finger eingeklemmt, Bahn verpasst, der Nachbar hat im Treppenhaus gekleckert ...

Da muss niemand lange nachdenken, ehe ihr oder ihm ein Schimpfwort über die Lippen kommt.

Es tut einfach gut, dem Schmerz, Frust und Ärger geräuschvoll Worte folgen zu lassen, die man entsprechend der vorherrschenden gesellschaftlichen Konventionen sonst nicht erst in den Mund nehmen würde.

Während die einen dabei bevorzugt Fäkalien erwähnen, benennen andere lieber Geschlechtsteile, am besten auf möglichst ordinäre und geräuschvolle Weise.

Bei gegenseitigen Beschimpfungen wird auch mal fantasievoll die Verwandtschaft eines Kontrahenten miteinbezogen.

Negativen Emotionen ein paar Kraftausdrücke entgegenzuhalten, funktioniert weltweit nach ähnlichem Prinzip, wobei sich regionale Besonderheiten herausgebildet haben.

Beim Fluchen und Schimpfen gilt: je schockierender die Wortwahl, desto wirkungsvoller.

Schwedisch Vergleichsweise harmlos mag da die schwedische Variante von "verdammt nochmal" anmuten, denn hier wird eine besondere Zahl bemüht: "Sjutton också" heißt übersetzt: "Siebzehn auch".

Warum ausgerechnet diese Zahl? Bei der Verwendung der verflixten 17 könnte es sich um die Beschönigung eines durchaus deutlicheren Fluchs wie etwa "Satan" handeln.

Wir kennen das im Deutschen vom Gebrauch des an sich harmlosen Wortes "Scheibenkleister", um sich nicht an einem anderen Ausdruck verbal schmutzig zu machen, der ebenfalls mit "Schei" anfängt.

Derlei Beispiele der Fluch-Dämpfung kommen beispielsweise auch in der englischen Sprache vor.

Anstelle von "oh shit" heißt es dann "oh shoot".

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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