Prozessauftakt in Las Vegas: Mordfall Tupac Shakur: Anklage spricht von Rache-Tat
Wer hat Tupac Shakur erschossen? Fast 30 Jahre nach der Tat ist der Mörder nicht ermittelt. Der mutmaßliche Auftraggeber steht jetzt aber vor Gericht. Er hatte seine Tatbeteiligung selbst in seinen Memoiren eingeräumt. Das beweise aber gar nichts, sagt sein Anwalt.
Im Prozess um den Mord an dem legendären US-Rapper Tupac Shakur vor drei Jahrzehnten hat die Anklage in ihrem Eröffnungsplädoyer von einer Tat aus Rache gesprochen. Der Angeklagte Duane Davis habe den Mord in Auftrag gegeben, weil sein Neffe zuvor von Shakur zusammengeschlagen worden sei, erklärte Staatsanwalt Binu Pilal zum Beginn der Verhandlungen in Las Vegas. Die Verteidigung wies die Vorwürfe zurück.
Der Mord an Shakur gehört zu den bekanntesten ungelösten Verbrechen in den USA, der Prozess wurde mit Spannung erwartet. Er hatte vor einer Woche mit der Auswahl der Geschworenen begonnen, am Montag nun startete die eigentliche Verhandlung.
"Am 7. September 1996 beteiligte sich Tupac Shakur öffentlich und vor laufender Kamera an einer erniedrigenden Prügelattacke auf Orlando Anderson, den Neffen von Duane Davis", sagte Staatsanwalt Pilal. "Zweieinhalb Stunden später dann ... wurde Tupac aus einem weißen Cadillac heraus in einem Racheakt niedergeschossen." Davis habe zwar nicht selbst abgedrückt, sagte Pilal. Der Angeklagte habe aber die Waffe an eine Person auf dem Rücksitz seines Wagens gegeben und dieser befohlen, auf den Rapper zu schießen.
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