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Stadt-Land-Gefälle: Darum ist die Suche nach Steuerberatern mancherorts knifflig

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Stadt-Land-Gefälle: Darum ist die Suche nach Steuerberatern mancherorts knifflig

Wer in Niedersachsen eine Steuerberatung sucht, wird nicht immer sofort fündig. Gerade Menschen auf dem Land finden nach Angaben der Steuerberaterkammer in Niedersachsen nicht mehr immer einen Steuerberater oder eine Steuerberaterin vor der eigenen Haustür. Einen Mangel gibt es laut der Branchenvertretung aber nicht. Wo also liegen die Probleme und wie finden Betroffene trotzdem Hilfe bei der Steuererklärung?

Vor allem ältere Menschen und Menschen in ländlichen Regionen könnten Probleme bekommen, wenn sie Unterstützung bei der Einkommensteuererklärung suchen, sagte Arne Hundertmark von der Steuerberaterkammer. Einerseits würden sich Einzelbüros konsolidieren, sodass es weniger Standorte gebe und dafür größere an zentralen Orten. «Da werden die Wege mitunter mal etwas länger.»

Andererseits würden immer mehr Steuerberater nur noch digital arbeiten. «Das ist vor allem für ältere Menschen ein Problem.» Viele Berater würden schlicht nicht mehr alles für ihre Mandanten digitalisieren wollen. «Wer da noch mit dem großen Aktenordner kommt, wird nicht mehr von allen Kanzleien aufgenommen.» Doch auch für diese Menschen gebe es noch Steuerberater, versicherte Hundertmark.

Kein Berater klage derzeit über Langeweile, sagte Hundertmark. Gleichzeitig ist er überzeugt: «Der Bedarf kann befriedigt werden.» Rund 1.400 Kanzleien und 7.000 Einzelberater und -beraterinnen gebe es landesweit.

In Zukunft könnte zudem KI helfen. Nach Angaben des Fachmanns seien in der Branche mit Künstlicher Intelligenz und Automatisierung Effizienzsteigerungen von 30 bis 40 Prozent möglich. Die Berater würden dadurch viel Zeit gewinnen, etwa für neue Mandanten oder für detailliertere Beratungen ihrer Mandanten.

Meist reiche es, mehrere Kanzleien oder Berater zu kontaktieren. «Wenn einen nicht der Erste nimmt, dann sicher der Dritte», meint der Fachmann. Wer dennoch nicht fündig werde, könne sich an die Steuerberaterkammer wenden. Seit der Corona-Pandemie werde eine Liste mit Kanzleien und Steuerberatern geführt, die noch neue Mandanten aufnehmen. Eine Übersicht aller Berater gebe es ohnehin.

«Wichtig wäre, bereit dafür zu sein, auch einen Steuerberater zu nehmen, der weiter entfernt seinen Sitz hat», sagte Hundertmark. Da Absprachen meist ohnehin digital ablaufen, spiele die Entfernung für gewöhnlich keine Rolle mehr. Von Vermittlungsapps oder Online-Angeboten für die Steuererklärung rät der Fachmann allerdings ab. «Da wäre ich vorsichtig. Zu seinem Steuerberater hat man ja auch ein Vertrauensverhältnis.»

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zeit.de — der Inhalt gehört Die Zeit.

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