Die Frau, die mit einem »Fuck Biden«-Shirt Karriere macht
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Es könnte so ein nettes Weihnachtsfoto sein. Im Kamin prasselt das Feuer. Zwei kleine, freundliche Weihnachtsmann-Figuren stehen neben Tannenzweigen und einem »ho ho ho«-Schild auf dem Sims. Am Rand hängen drei bunt gemusterte Nikolaus-Strümpfe.
Wäre da nicht Beni Rae Harmony vorne im Bild. Mit beinahe martialischem Gesichtsausdruck hält die junge Frau ein schwarzes Gewehr mit Zielfernrohr in den Händen, als wolle sie zu einem Kampfeinsatz. Rechts im Bild steht ihr graubärtiger Onkel, auch er mit Gewehr. Beide tragen schwarze T-Shirts mit der Aufschrift »Fuck Joe Biden«.
Beni Rae Harmony in einem im November 2021 veröffentlichten Foto (mit einem Onkel)
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Das im November 2021 veröffentlichte Foto sorgt aktuell für Wirbel. Denn es zeigt das neueste Gesicht im Kommunikationsteam von Donald Trump . Seit Anfang Oktober arbeitet Beni Rae Harmony, 24, in der Presseabteilung des Weißen Hauses. Aber vielleicht geht noch mehr?
Schon seit August sucht das Weiße Haus eine neue Sprecherin – seit Karoline Leavitt , eine enge Vertraute des Präsidenten, nach der Geburt ihres zweiten Kindes ihren Posten aufgab. Gut möglich, dass Harmony Chancen auf die Nachfolge hat.
Es handelt sich um einen der prominentesten Posten in Washington, D.C. In der Vergangenheit bemühten sich Präsidenten-Sprecherinnen und -Sprecher beim täglichen Briefing von ihrem Rednerpult aus oft um einen fairen Umgang mit der Hauptstadtpresse.
Leavitt dagegen setzte bei ihren Auftritten im West Wing häufig auf Attacke. Sie kanzelte Korrespondenten ab (»Sie sind kein Reporter«), würdigte deren Arbeit herab (»was für eine dumme Frage«) und präsentierte ihren Chef mit grenzenloser Bewunderung. Trump sei »der beste Boss« und »beste Präsident« aller Zeiten, lautete einer ihrer vielen Lobsprüche.
Beni Rae Harmony kommt allem Anschein nach mit ähnlichen Einstellungen ins Weiße Haus. Ihre vulgäre Biden-Beschimpfung mit Gewehr hat ihr dort nicht geschadet. Harmony sei als Korrespondentin »eine vertrauenswürdige Stimme für die Maga-Bewegung« gewesen, lobte Trumps Presseteam die neue Kollegin.
In der Vergangenheit arbeitete Harmony für Republikaner-Politiker wie Matt Gaetz und Jarome Bell, der sie als »eine Wucht« lobte. Auch für den rechtsextremen Aktivisten Charlie Kirk und dessen Bewegung Turning Point USA war sie zeitweise tätig.
Dann kam der 10. September 2025, als Charlie Kirk ermordet wurde. Harmony arbeitete zu jener Zeit für einen TV-Sender in Illinois und sprach einen emotionalen Nachruf auf ihren Ex-Boss in die Kamera.
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