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Flughafen Leipzig/Halle: Ermittler entdecken offenbar dritte Drohne mit Sprengstoff

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Flughafen Leipzig/Halle: Ermittler entdecken offenbar dritte Drohne mit Sprengstoff

Bei den Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf dem Flughafen Leipzig/Halle gehen die Behörden offenbar davon aus, dass mehrere Drohnen eingesetzt wurden. Laut Recherchen von Süddeutscher Zeitung , NDR und WDR wurde neben den beiden bereits bekannten Fluggeräten am 14. August eine weitere, dritte Drohne im nahe gelegenen Kabelsketal entdeckt. Das Bundeskriminalamt (BKA) und der Generalbundesanwalt prüfen nun, welche Rolle die Drohnen bei dem mutmaßlich geplanten Anschlag gespielt haben.

In der Nacht zum 4. August war auf dem Flughafengelände zunächst eine mit Sprengstoff bestückte Drohne in der Nähe eines ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugs gefunden worden. Die Maschine wird für Transporte von Rüstungsgütern in die Ukraine eingesetzt. Nach bisherigen Erkenntnissen sollte die Drohne offenbar auf den mit Kerosin gefüllten Tragflächen des Flugzeugs landen. Der Sprengsatz detonierte jedoch nicht.

Nur etwa 20 Minuten später kam es zu einem weiteren Zwischenfall. Eine zweite Drohne soll mit einer DHL-Frachtmaschine kollidiert sein, die wegen der Sperrung des Flughafens ihren Landeanflug abbrechen musste. Die Piloten sollen kurz vor dem Zusammenstoß in einer Höhe von etwa 300 bis 400 Metern ein rund 30 Zentimeter großes Objekt gesehen haben. Auch die Auswertung des Radars soll Hinweise auf ein kleines Flugobjekt geliefert haben. Die Drohne selbst wurde bislang nicht gefunden.

Erst zehn Tage später stießen Ermittler offenbar auf das dritte Fluggerät. Die Drohne wurde am 14. August auf einem Feld in der Gemeinde Kabelsketal entdeckt, die unmittelbar an den westlichen Teil des Leipziger Flughafens grenzt. Bei der Untersuchung fanden Kriminaltechniker des BKA Rückstände einer Substanz, bei der es sich ersten Einschätzungen zufolge um rund 50 Gramm des hochexplosiven Sprengstoffs Hexogen handeln könnte. Auch dieser Sprengstoff war offenbar nicht detoniert. Darüber hinaus wurden in der Umgebung des Flughafens weitere verdächtige Spuren und Bauteile entdeckt.

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