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Chefsache Bildung: Machtwort aus Mainz - Kommt die Brennpunktschule zur Ruhe?

Stern ·
Chefsache Bildung: Machtwort aus Mainz - Kommt die Brennpunktschule zur Ruhe?

Um die Bezeichnung als Deutschlands angeblich „gefährlichste Schule“ hat sich Ludwigshafen nicht gerissen.

Nun soll ein Schnitt für einen Neustart sorgen.

Die Frage ist: Reicht das? Nach Polizeieinsätzen und einer Anklage wegen versuchten Totschlags: Bringt ein Machtwort der Landesregierung nun die Kehrtwende bei der Karolina-Burger-Realschule plus? Die Leitung der Schule in Ludwigshafen werde neu aufgestellt, wie das Bildungsministerium mitteilt.

Grund sind andauernde Störungen: Erst vor wenigen Tagen hielten Fehlalarme die Feuerwehr in Atem, und 14-Jährige prügelten sich auf dem Gelände.

Die Bezeichnung „ Deutschlands gefährlichste Schule“ macht die Runde.

Wirklich? Messerattacke auf Lehrerin Die Lehranstalt in der zweitgrößten Stadt in Rheinland-Pfalz war wiederholt in die Schlagzeilen geraten und auch ein Thema vor der Landtagswahl im März.

Mal wurde Reizgas versprüht, mal kam es zu einem Großeinsatz der Polizei .

Im Mai 2025 attackierte eine Schülerin mit einem Messer eine Lehrerin, ein Gericht verfügte ihre Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung. „Ein CDU-Bildungsminister hätte solche Zustände schon längst zur Chefsache gemacht“, wetterte CDU-Generalsekretär Johannes Steiniger, damals in der Opposition, vor der Landtagswahl.

Mit ihrem Wahlsieg hat die Partei nun außer der Macht von der SPD auch das Problem Burger-Realschule plus geerbt.

Nach den Ferien zeigt Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig Gestaltungswillen: Die Probleme in Ludwigshafen seien „innerhalb der bestehenden Strukturen“ nicht zu lösen, das Land müsse übernehmen und Lösungen ermöglichen, teilt die CDU-Politikerin mit. „Dafür braucht es einen Neustart.“ Die Schule wird Chefsache.

Ein „Klima der Angst“? Zu mehr Ruhe hat das zumindest bisher nicht geführt.

Zum Beginn des neuen Schuljahrs haben sich nach Angaben der Schulaufsicht 18 der 56 Lehrkräfte krankgemeldet.

Es gibt Brandbriefe, anonyme Kritik via Medien, Unruhe wegen angeblicher Versetzungen.

Die Gespräche über personelle Veränderungen, betont das Ministerium, seien noch nicht abgeschlossen.

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