Verteidiger von Maradonas ehemaligem Leibarzt fordern Freispruch
Die Verteidigung eines wegen des Todes von Fußball-Legende Diego Maradona angeklagten Arztes hat Freispruch für ihren Mandanten beantragt.
Leopoldo Luque sei unschuldig und zum „Sündenbock“ gemacht worden, sagte Verteidiger Roberto Rallin am Mittwoch vor Gericht im argentinischen San Isidro.
Er wies die Behauptung der Anklage zurück, dass Maradonas Tod im November 2020 absehbar gewesen sei.
Die Anklage fordert zwölf Jahre Haft für den 45-jährigen Neurochirurgen Luque, der der Hauptangeklagte in dem Verfahren um Maradonas Tod ist.
Er galt als Vertrauensarzt des Sportlers und Entscheider des Medizinerteams für dessen Behandlung in seinem Zuhause. „Wir sind hier, um die Unschuld von Luque zu betonen, nicht mit Sprüchen wie aus dem Fernsehen, sondern mit Beweisen, die das belegen“, sagte Verteidiger Rallin in seinem Plädoyer.
Der Fußball-Weltmeister von 1986 war am 25.
November 2020 zwei Wochen nach einer Hirn-Operation im Alter von 60 Jahren gestorben.
Todesursache waren laut Obduktion ein Herzinfarkt und ein Lungenödem.
Seit April steht ein siebenköpfiges Team aus Ärzten, Psychiatern, Psychologen und Pflegern wegen Maradonas Tod vor Gericht, das den Fußballstar nach der Operation in einem von ihm angemieteten Haus betreut hatte.
Den Angeklagten wird vorgeworfen, wider besseres Wissen grob fahrlässig gehandelt und damit Maradonas Tod verschuldet zu haben.
Die Schlussplädoyers in dem Prozess sollen noch bis Ende des Monats fortgesetzt werden.
Ein Urteil soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden.
Ein erster Prozess um Maradonas Tod war im vergangenen Jahr gescheitert, weil eine Richterin für befangen befunden wurde.
Sie hatte heimlich an der Vorbereitung einer Dokumentarserie über den Fall mitgewirkt.
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