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Einsatz am 11. September - Der Feuerwehmann, der zum Harley-Helden wurde

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Einsatz am 11. September - Der Feuerwehmann, der zum Harley-Helden wurde

New York – Er hatte frei an diesem sonnigen Morgen, dem 11. September 2001. Doch dann kam der erste große Knall – und Tim Duffy (67) zögerte nicht. Das Foto, auf dem der Feuerwehrmann auf seiner Harley-Davidson durch Trümmer und Asche der Katastrophe entgegenfährt, wurde weltberühmt.

Es sollte ein ganz normaler freier Tag werden. Tim Duffy schraubte in New York an seiner Maschine, zog gerade eine Zündkerze heraus. Dann hörte er diesen gewaltigen Knall. Sirenen. Der Feuerwehrmann griff zum Telefon. Während er mit seiner Frau sprach, sah er aus dem Küchenfenster den zweiten Jet in den Südturm des World Trade Centers rasen.

Er zog ein FDNY-T-Shirt über, setzte die Zündkerze wieder ein und sprang auf seine private Harley. Erst fuhr er zu seinem Feuerwehrhaus, dann Richtung Manhattan . Seine Ausbildung, sagte er später, habe ihm keine andere Wahl gelassen. Es ist sein Beruf, seine Berufung: Er kannte die Gegend, die Gebäude – und wusste, dass es sehr viele Opfer geben würde.

Mit seinem fast neuen Motorrad 2000 kämpfte er sich durch die Trümmer. Dann kam der Moment, in dem Fotograf Allan Tannenbaum (81) den Feuerwehrmann in voller Einsatzkleidung auf der roten Harley durch das zerstörte Manhattan fahren sah. Ein Foto entstand, das zu einem der bekanntesten Bilder von 9/11 zählt. Es wurde zum Symbol für die Katastrophe, für den Einsatzwillen, für Hilfe. Doch für Duffy war es vor allem der Beginn eines Lebens mit den Folgen von 9/11.

Als Duffy am Ground Zero ankam, wurde er beim Einsturz eines Towers von Trümmern zum Teil verschüttet. Er konnte sich befreien und half weiter, Verletzte zu bergen und Menschen in Sicherheit zu bringen. Die Folgen des Einsatzes begleiten ihn seither. Der Staub von Ground Zero und die Arbeit in den rauchenden Trümmern machten ihn krank. 2004 musste er schließlich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Feuerwehrdienst ausscheiden.

Duffy erzählte später, dass er mehr als 30 Freunde bereits in der ersten Stunde der Katastrophe verlor. Von den 343 FDNY-Feuerwehrleuten und Sanitätern, die an diesem Tag starben, kannte Duffy viele persönlich.

Seine Harley-Davidson hat seit diesem Tag eine wichtige Bedeutung für Duffy. Sie ist für ihn ein Symbol für Stärke und Hoffnung. Wenn er einen schlechten Tag hatte, stieg er auf, fuhr ein paar Stunden – und konnte danach weitermachen. „Sie war meine Vernunft“, sagte der Mann, der sich für den Kampf gegen posttraumatische Belastungsstörungen einsetzt.

Vor einigen Jahren war damit Schluss: Nach einem Unfall konnte Duffy nicht mehr fahren. Schweren Herzens gab er die Maschine schließlich ab. Nicht an irgendeinen Käufer – sondern an das Harley-Davidson-Museum in Milwaukee.

Dort steht sie heute als Erinnerungsstück an einen Tag, der Amerika veränderte. Duffy hatte die Maschine all die Jahre behalten. Er bekam in der Zeit Briefe von Veteranen und Feuerwehrleuten. Manche schrieben ihm, dass genau dieses Foto sie dazu gebracht habe, selbst Ersthelfer zu werden oder sich für die Armee und den Krieg gegen den Terror zu melden.

Heute hilft Duffy weiter – unter anderem mit der von ihm gegründeten Organisation „1 Soldier, 1 Dog, 1 Team“.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

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