Ungewöhnlicher Lebensraum: Forschende entdecken neue Fischart – im Grundwasser
In einem Tiktok-Video entdeckten indische Forschende eine neue, ungewöhnliche Fisch-Spezies.
Sie lebt im Boden.
Dass neue Fischarten in Korallenriffen oder in der Tiefsee entdeckt werden, ist keine Seltenheit.
Dass sie beim Bedienen einer Handpumpe zum Vorschein kommen, allerdings schon.
In der indisch-nepalesischen Grenzregion hatten Dorfbewohner 2024 auf der Social-Media-Plattform TikTok ein Video gepostet, das ein regenwurmähnliches, nur wenige Zentimeter langes Wesen zeigte – bei dem es sich aber erkennbar nicht um einen Wurm, sondern um einen Fisch handelte.
Sie hatten ihn beim Pumpen von Grundwasser zutage gefördert.
Das Video erregte die Aufmerksamkeit von Forschenden der indischen Thackeray Wildlife Foundation – die daraufhin eine Expedition zum Fundort unternahmen. „Die einzigartige Morphologie des Fisches im Video und die Tatsache, dass aus dieser Region keine stygobitischen (im Grundwasser lebenden, d.
Red.) Fische bekannt sind, haben uns motiviert, die Art aufzuspüren, um ihre Identität zu klären“, erklärt das Forschungsteam in einer Pressemitteilung .
Der Nachweis einer bislang unbekannten Fischart gestaltete sich jedoch als unerwartet aufwändig und anstrengend: Zunächst mussten die Forschenden nämlich in der Zielregion Handpumpen identifizieren, die ihnen für ihre Zwecke geeignet erschienen.
Dann mussten sie von deren Eigentümern die Erlaubnis einholen, Wasser zu entnehmen – und schließlich von Hand Tausende Liter Wasser aus dem Untergrund pumpen.
Tatsächlich kamen schließlich drei Exemplare zum Vorschein: zwei verletzte und ein unversehrtes.
Die Fische messen rund vier Zentimeter und sind an ihre unterirdische Lebensweise bestens angepasst.
Fehlende Rippen machen sie beweglich wie einen Wurm, ihre Haut ist wegen der ewigen Finsternis nicht pigmentiert und wirkt blassrosa bis durchsichtig.
Ihre in der Finsternis nutzlos gewordenen Augen sind verkümmert und von Haut überwachsen.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.