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Erst Pfiffe, dann Zittersieg - So lief die Reese-Rückkehr nach Berlin

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Erst Pfiffe, dann Zittersieg - So lief die Reese-Rückkehr nach Berlin

Diese Rückkehr hat sich Fabian Reese (28) anders vorgestellt. Mit seinem neuen Klub VfL Wolfsburg kehrte der Ex-Hertha-Kapitän im DFB-Pokal für das Auswärtsspiel bei der VSG Altglienicke nach Berlin zurück. Erstmals nach seinem Sommerwechsel zu den Wölfen. Das Spiel fand ausgerechnet im Amateurstadion von Hertha BSC statt. Am Ende siegte Wolfsburg knapp mit 9:8 nach Elfmeterschießen. Obwohl Reese einen Elfmeter verballerte.

Reeses Wechsel nach drei Jahren bei Hertha hatte bei vielen Berliner Fans für Wut und Zorn gesorgt. Zur Unterstützung kam sogar extra Mutter Corinna aus Schleswig-Holstein angereist. Auf der Tribüne wurde Reese zudem von seiner Verlobten Johanna Grünewald, seiner Mutter Corinna und Manager Petros Tesfai lautstark angefeuert. Sie mussten allerdings mitansehen, wie ihr Schützling bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde. Es kam noch schlimmer für Reese, als der Regionalliga-Dritte Altglienicke in der 6. Minute durch Jonas Nietfeld 1:0 in Führung ging.

Jetzt drehte der Linksaußen auf. Seinen Hammerschuss (22.) lenkte VSG-Keeper Zwick aber über die Latte. Dazu viele Ecken, Flanken und noch ein scharfer Schuss in der 45. Minute – Reese war Wolfsburgs auffälligster Profi im ersten Abschnitt.

Unter den 5000 Fans im Amateurstadion fieberten auf der Tribüne auch die Hertha-Profis Linus Gechter, Kevin Sessa, Deyovaisio Zeefuik, Marton Dardai sowie die Ex-Herthaner Toni Leistner (vereinslos) und Diego Demme (Karriereende) mit. Auch sie wollten ihren Ex- Hertha -Kapitän Reese sehen. Zudem mischten mit Bence Dardai (Wolfsburg/in der 78. Minute eingewechselt) und John Brooks (Altglienicke/Bank) weitere Ex-Herthaner in diesem Pokalspiel mit.

Nach der Pause war Reese dann nicht mehr so im Mittelpunkt. Erst traf Maxi Arnold zum 1:1‑Ausgleich (55. Minute) für die Gäste. Später traf erneut Arnold per Freistoß zum 2:2 (83.). Zwischenzeitlich hatte Jonas Saliger den Viertligisten nach katastrophalem Fehler von Wolfsburg-Torhüter Zielinski mit 2:1 (71.) in Führung gebracht.

Irre: In der 110. Minute war Wolfsburg nach VSG-Treffer von Mehmet Ibrahimi fast raus. Doch Reeses Flanke knallte Hauke Wahl in der 117. Minute zum 3:3 rein. Und rettete sein Team ins Elfmeterschießen. Nachdem Reese als vierter Schütze verballert hatte, sah alles nach Pokal-K.o. aus. Doch Wolfsburgs Keeper hielt noch zwei Elfer und Reese kam bei seiner Berlin-Rückkehr mit einem blauen Auge davon.

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