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Seeler-Rekord geknackt - 16-Jähriger schreibt im Pokal HSV-Geschichte

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Seeler-Rekord geknackt - 16-Jähriger schreibt im Pokal HSV-Geschichte

Ein Abend, an dem HSV-Geschichte geschrieben wird. Beim 3:0 in der ersten Pokal-Runde bei Drittligist Verl trifft Louis Lemke, ist mit 16 Jahren und 320 Tagen nun der jüngste Pflichtspiel-Torschütze der Vereinsgeschichte! Lemke schnappt sich damit den Rekord von niemand Geringerem als HSV-Legende Uwe Seeler (†85). „Uns“ Uwe war 1954 im Pokal gegen Trier (5:3 n.V.) 17 Jahre und 283 Tage jung.

In der 50. Minute kommt der Ball im Strafraum zu Lemke, der aus zwölf Metern abzieht und das 3:0 macht. Vorher trifft Albert Grønbaek per Doppelpack (41., 46.). Beim Jubeln merkt man, dass Lemke – der zudem das 2:0 vorbereitet – sein Glück selbst kaum fassen kann. In der 75. Minute wird er unter großem Applaus ausgewechselt. 2023 kam er aus der Jugend des Niendorfer TSV zum HSV und ergriff in dieser Vorbereitung seine Chance auf der Linksverteidiger-Position, auf der lange der Schweizer WM-Fahrer Miro Muheim (fehlt mit muskulären Problemen) gesetzt war. Junioren-Nationalspieler (16 DFB-Einsätze) Lemke sagte vor dem Spiel: „Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass mir das Trainerteam das Vertrauen geschenkt hat und ich die Vorbereitung komplett bei den Profis absolvieren durfte.“ Jetzt hat er mit einem Tor-Rekord zurückgezahlt.

Der HSV spielt mit Trauerflor, am Vormittag wurde der Tod des Anteilseigners Klaus-Michael Kühne (†89) bekannt. Trainer Merlin Polzin bei Sky: „Eine besondere Persönlichkeit, ein HSVer durch und durch. Ein schwerer Schlag.“ Der Coach bringt drei Neue in der Startelf: Abwehr-Boss Sebastiaan Bornauw, Mittelfeldmann Martin Adeline und Stürmer Patson Daka. Dazu viel Jugend in der Abwehr: Neben Lemke spielt der 19-jährige Shafiq Nandja in der Innenverteidigung für Jordan Torunarigha (Prellung).

Das HSV-Spiel ist lange nicht sonderlich glanzvoll. Als einzige Hamburger sind erst mal nur die lautstarken Fans unter den 5207 Zuschauern überlegen. Die Profis machen den Drittliga-19. durch eigene Passivität stark – allerdings, ohne dass Verl dadurch sonderlich gefährliche Chancen bekommt. Ein paar seriöse Minuten reichen dann, um den Pflichtsieg einzutüten. Jetzt wartet der Liga-Start – am Samstag (18.30 Uhr) geht es zu Borussia Dortmund.

Tangvik (Note 4) – Capaldo (3/75. Philippe 3), Bornauw (3), Nandja (3) – Jatta (4), Sambi Lokonga (3/60. Nadir 4), Remberg (3), Lemke (1/75. Poulsen 3) – Adeline (4/89. Bissi-Mouelle), Grønbaek (1/60. Stange 3) – Daka (3)

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