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Ukraine soll britische Drohnen eingesetzt haben – Russland reagiert empört

Der Spiegel Ausland ·
Ukraine soll britische Drohnen eingesetzt haben – Russland reagiert empört

Nach einem Bericht über den Einsatz britischer Drohnen bei ukrainischen Angriffen in Russland hat Moskau die Regierung in London vor den »Konsequenzen« gewarnt. Das Vereinigte Königreich werde sich für die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine »verantworten« und einen »Preis« zahlen müssen, erklärte die russische Botschaft in London. Ein britischer Regierungssprecher wies die Drohungen in der Nacht zum Dienstag zurück und betonte, dass sein Land die Ukraine weiter unterstützen werde.

Vorausgegangen war ein Bericht der »Sunday Times« , dass die ukrainische Armee erstmals britische Drohnen für Angriffe tief im russischen Staatsgebiet eingesetzt habe. Von zwei britischen Unternehmen hergestellte und an die Ukraine gelieferte Drohnen seien bei ukrainischen Angriffen auf militärische und industrielle Ziele innerhalb Russlands zum Einsatz gekommen, darunter auch Lager des Versenders Wildberris, berichtete die Zeitung. Laut BBC bestätigte eine offizielle Quelle die Nutzung britischer Drohnen.

Großbritannien habe sich durch den Drohneneinsatz zum »Komplizen und Mittäter« bei diesen Angriffen gemacht und sich »bewusst für eine Eskalation« des Konflikts entschieden, erklärte die russische Botschaft in London am Montagabend. »Je tiefer die Verstrickung in den Konflikt und je größer die Unterstützung für Kyjiws Terrorapparat, desto höher wird der zu zahlende Preis sein«, hieß es weiter.

Die Regierung in London wies die Erklärung der russischen Botschaft umgehend zurück. Großbritannien bleibe »entschlossen, die Ausrüstung bereitzustellen, welche die Ukraine zur Verteidigung gegen (Wladimir) Putins völkerrechtswidrige Invasion benötigt«, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. »Russland sollte keinen Zweifel an der Entschlossenheit dieser Regierung haben, der russischen Aggression die Stirn zu bieten.«

Im Jahr 2024 hatte die Ukraine bereits britische Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow gegen Ziele in Russland eingesetzt . Zuvor hatte die Ukraine bereits Atacms aus den USA genutzt.

Am Montag hatte bereits die Bundesregierung Drohungen aus Russland gegen Unterstützer der Ukraine zurückgewiesen. »Die Drohungen und Äußerungen gegenüber EU- oder Nato-Partnern sind nichts Neues«, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts. »Die nehmen wir zur Kenntnis, von denen lassen wir uns nicht einschüchtern – und wir lassen uns auch in unserer Unterstützung für die Ukraine nicht einschüchtern.«

Die Sprecherin bezog sich auf eine Äußerung des russischen Außenministers Sergej Lawrow vom Freitag. Dieser hatte gesagt: »Wir werden unsere Methoden stark verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschine aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits.«

Lawrows Äußerungen ließen auch im Zusammenhang mit dem jüngsten Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle aufhorchen. Russland gilt als möglicher Auftraggeber der misslungenen Attacke auf ein ukrainisches Transportflugzeug, hat eine Urheberschaft jedoch bestritten (mehr hier ).

Der Kreml empört sich immer wieder über die Unterstützung der Ukraine durch andere Länder – hat jedoch kein Problem damit, Soldaten aus Nordkorea in seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu schicken.

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