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Demos gegen Lebensmittelpreise: Schwere Unruhen in Frankreich – Proteste auch in Belgien, Portugal und Italien

Stern ·
Demos gegen Lebensmittelpreise: Schwere Unruhen in Frankreich – Proteste auch in Belgien, Portugal und Italien

In Frankreich ist es am Samstag zu schweren Ausschreitungen bei Demos gegen hohe Lebensmittelpreise gekommen.

Auch in anderen Ländern gingen Menschen auf die Straßen.

In Frankreich ist es am Samstag bei Protesten gegen die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu einer der schwersten Unruhen seit Jahren gekommen.

Hunderttausende Menschen gingen landesweit auf die Straßen, um gegen sinkende Kaufkraft und den Abbau öffentlicher Dienstleistungen zu demonstrieren.

In der Hauptstadt Paris setzten Demonstranten Autos in Brand und zerschlugen Schaufenster, während die Polizei Tränengas gegen teils vermummte Randalierer einsetzte.

Das Innenministerium meldete landesweit mindestens 272 Festnahmen, nachdem es unter anderem auch in Marseille, Toulouse, Angers und Lyon zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen war.

Präsident Emmanuel Macron erklärte am Abend, Gewalt habe im Land keinen Platz.

Innenminister Laurent Nunez kündigte an, die Behörden würden alles tun, um die Gewalttäter ausfindig zu machen.

Zehntausende protestieren in Lissabon Auch in anderen europäischen Ländern kam es am Samstag zu Protesten.

In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon gingen Zehntausende unter anderem wegen der sich verschärfenden Wohnungskrise auf die Straßen.

In Italien setzte die Polizei in Mailand Tränengas und in Bologna Wasserwerfer gegen Demonstranten ein.

In der belgischen Hauptstadt Brüssel protestierten vor allem junge Menschen gegen steigende Bildungskosten.

In Albanien forderten Studenten den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama, wobei die Polizei Berichten zufolge Gummigeschosse einsetzte.

Bei den Ausschreitungen in Frankreich wurde in Lyon das Tourismusbüro angezündet, in Marseille das Rathaus beschädigt.

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