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Fall Hendrik Holt: Betrüger auf der Flucht - wie läuft eine Fahndung ab?

Stern ·
Fall Hendrik Holt: Betrüger auf der Flucht - wie läuft eine Fahndung ab?

Und dann war er plötzlich weg: Seit August wird nach Windkraftbetrüger Hendrik Holt gefahndet.

Wie arbeiten die Ermittler? Seit August ist Windkraftbetrüger Hendrik Holt auf der Flucht.

Er war im offenen Vollzug eines Berliner Gefängnisses untergebracht und kam eines Tages einfach nicht wieder.

Einen Tag nach der Flucht schrieb er das auch der Justiz in einer E-Mail.

Er komme nicht zurück, hieß es sinngemäß in der Nachricht.

Die Ermittler, die weltweit und mit einem Europäischen Haftbefehl nach Holt fahnden, sehen das naturgemäß anders.

Der aus dem emsländischen Haselünne stammende Holt wurde 2022 vom Landgericht Osnabrück zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt.

Er hatte unter anderem Windparks, die es gar nicht gab, an ausländische Stromkonzerne verkauft.

Zudem hatte er ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.

Ein Überblick darüber, wie so eine Fahndung abläuft: Welche Rolle spielen E-Mails oder Social-Media-Beiträge? Die E-Mail einen Tag nach seiner Flucht oder ein Instagram-Beitrag mit den Worten „Liebesgrüße aus Moskau“, den mehrere Medien aufgriffen - ist das für die Ermittler nützlich? Beweise seien das nicht, zumal die Echtheit des Instagram-Beitrags bisher auch fraglich sei, heißt es vom Landeskriminalamt (LKA) in Niedersachsen.

Es handele sich wohl aber um Fahndungshinweise.

Die könnten durchaus Erkenntnisse zu Aufenthaltsorten, Kontaktpersonen oder den aktuellen Lebensumständen der Gesuchten liefern.

Sogenannte Open Source Intelligence (OSINT) spiele bei der Fahndung daher eine immer größere Rolle.

OSINT bezeichnet dabei die Informationsgewinnung aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Social Media, Internet und Medien.

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