Klima: Immer mehr Tintenfische in der Nordsee – was bedeutet das?
So manchen Fischer freut es, heimische Tierarten in der Nordsee weniger: Tintenfische breiten sich in Regionen aus, in denen es ihnen früher zu ungemütlich war.
Wer an der Nordseeküste unterwegs ist, kann immer häufiger weiße, kalkartige Stücke am Strand entdecken.
Dabei handelt es sich um Schulpen, Überbleibsel von Tintenfischen.
Sie erzählen von einer größeren Veränderung unter der Wasseroberfläche: Tintenfische erobern sich einen neuen Lebensraum: die Nordsee .
Für die Tiere hat sich diese in vergleichsweise kurzer Zeit zu einem attraktiven Revier entwickelt – sie ist nämlich deutlich wärmer geworden.
2025 erreichte das Meer die höchste Temperatur seit Beginn der Messungen im Jahr 1969: Im Jahresmittel wurden an der Wasseroberfläche 11,6 Grad gemessen.
Tintenfische profitieren vom Klimawandel Die Tintenfische finden in der Nordsee ein reich gedecktes Büfett.
Heringe, Krabben und andere Krebsarten gehören zu ihrer Beute.
Sie sind damit Vorboten einer Nordsee, deren ökologisches Gleichgewicht sich dauerhaft verschiebt.
Für viele angestammte Meeresbewohner wird die Erwärmung zur Belastung, der Kabeljau etwa hat mit den höheren Temperaturen Schwierigkeiten bei der Fortpflanzung.
Für Tintenfische aber ist es ein Vorteil.
Hans Polet vom flämischen Institut für Landwirtschafts- und Fischereiforschung beschreibt diese Entwicklung: „Früher war es viel kälter.
Aber jetzt beobachten wir, dass die Eier der Kopffüßer sehr gut in der Nordsee überleben können.“ An der belgischen Küste zeige sich der Wandel besonders eindrucksvoll.
Tintenfische als Wirtschaftsfaktor Tintenfische, die dort früher eher selten vorkamen, werden inzwischen in großen Mengen gefangen.
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