Prozess: Meth, Erpressung und Menschenraub: Rocker vor Gericht
Die Anklage wiegt schwer: Ein Motorradclub-Präsident und Mitglieder sollen Meth verkauft und ein Clubmitglied massiv unter Druck gesetzt haben.
Die Liste der Anklagepunkte reicht von Drogenhandel über besonders schwere räuberische Erpressung bis hin zu erpresserischem Menschenraub: Am Landgericht Meiningen beginnt am 21.
September der Prozess gegen sechs mutmaßliche Mitglieder eines Motorradclubs.
Nach Gerichtsangaben ist unter den Angeklagten im Alter zwischen 26 und 44 Jahren auch der Präsident des Rockerclubs.
Der 44-Jährige soll im Jahr 2023 in einem Fall ein Kilogramm Methamphetamin zum Kauf angeboten und in sieben weiteren Fällen zwischen März und Mai 2025 weitere rund ein Kilo Betäubungsmittel gewinnbringend veräußert haben.
Außerdem sollen der Clubchef und zwei weitere Angeklagte im Januar 2025 in ein Einfamilienhaus in Schleusingen eingedrungen sein und dort eine Geldkassette mit mehr als 800.000 Euro gestohlen haben.
Schließlich sollen sich der 44-Jährige und ein weiterer Angeklagter der Staatsanwaltschaft zufolge entschlossen haben, ein Clubmitglied zu verstoßen und sich dessen Vermögenswerte einzuverleiben.
Der Betroffene sei in das Clubhaus gelockt, dort gefesselt und an einen Stuhl gebunden sowie geschlagen und bedroht worden.
Die sechs Angeklagten kommen größtenteils aus dem Raum Schleusingen.
Für das Verfahren sind zunächst Termine bis Ende November vorgesehen.
Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen insgesamt elf Angeschuldigte erhoben.
Das Verfahren gegen fünf von ihnen wurde abgetrennt, hieß es.
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